Römische Ruwerwasserleitung

Waldrach, Gemeinde Waldrach
Beschreibung
Am südlichen Ortsausgang von Waldrach in Richtung Pluwig abbiegen. Unmittelbar hinter der Abzweigung auf dem Parkplatz rechts der Straße.

Beschreibung:
Durch die Initiative des Verkehrsvereins Ruwertal konnte aus originalen Quadern ein Teilstück der hier zerstörten römischen Ruwerwasserleitung dicht bei ihrem Beginn aufgebaut und zugänglich gemacht werden.
Zur Deckung des hohen Bedarfs der Stadt Augusta Treverorum wurde dem Flüsschen Ruwer bei Waldrach Wasser entnommen und nach Trier geführt. In das Stadtgebiet tritt die Leitung nach circa 13 Kilometer Länge nördlich des Amphitheaters. Auf dieser für eine römische Wasserleitung vergleichsweise kurzen Strecke weist die Rinne einen Höhenunterschied von nur knapp 8 Meter, d.h. 0,6 Promille auf. Trotz der Zerstörung einiger Teilstücke ist ihr Aussehen durch Ausgrabungen und Dokumentationen des Rheinischen Landesmuseums Trier (ehemals Provinzialmuseum) gut bekannt: Das Wasser floss in einer aus Stein gemauerten Rinne von etwa 74 Zentimeter Breite und 96 Zentimeter Höhe. Diese ist mit wasserfestem ziegeldurchsetztem Kalkmörtel verputzt. Ihre unteren Ecken sind zusätzlich mit Viertelrundstäben aus demselben Material abgedichtet. Nach dem Verputzen wurde die Rinne überwölbt. An einigen Stellen festgestellte Einstiegsschächte dienten ihrer Wartung. Durch Auswaschungen lässt sich feststellen, daß das Wasser den verputzten Bereich in der Regel bis zu etwa zwei Dritteln seiner Höhe durchfloss. Dies ergibt eine Kapazität von mehr als 25000 m³ am Tag.

Faust

siehe auch:
http://home-online.de/home/vgruwer/

Einordnung
Kategorie:
Archäologische Denkmale / Wasserversorgung /
Zeit:
3. bis 4. Jahrhundert nach Chr.
Epoche:
Kelten- / Römerzeit

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.742367
lat: 49.740056
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Lichtenthalsmühle

Internet
http://www.landesmuseum-trier.de/

Datenquellen
Archäologie zwischen Hunsrück und Eifel - Führer zu den Ausgrabungsstätten des Rheinischen Landesmuseums Trier. 1999. ISBN 3-923319-43-6 (Schriftenreihe des RLM Trier Nr. 15). Online-Shop: www.landesmuseum-trier-shop.de

Bildquellen
Bild 1: http://www.leitungsbau.de/zAllgemeines/geschichte/images/rom1.gif
Bild 2: © Rheinisches Landesmuseum Trier. 1999

Stand
Letzte Bearbeitung: 21.10.2005
Interne ID: 1099
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=1099
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