Eisenschmelzofen von Hillesheim

Eichholz, Stadt Hillesheim
Beschreibung
Über Jahrhunderte wurden in der Eifel Eisenerze verhüttet. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass in der Eifel eine der ältesten Produktionsstätten zur Gewinnung des Metalls auf deutschem Boden entdeckt werden konnte. So wurde nahe Hillesheim 1928/1929 unter einem hallstattzeitlichen Hügelgrab eine mit Eisenschlacken durchsetzte Feuerstelle gefunden, die als Eisenschmelzofen von Hilllesheim in die Literatur einging.

Neuere Untersuchungen am Geowissenschaftlichen Zentrum der Universität Göttingen geben nun Rückschlüsse auf die Art der Eisenherstellung. Ebenfalls konnte das Alter der Eisenwerkstatt mittels 14C-Datierung ermittelt werden, da bisher zwar die Zeitstellung der Gräber unbestritten war, die Ofenstelle aber von Kritikern als eine jüngere, nachträglich in den Grabhügel eingebaute Anlage angesehen wurde. Die Eisenwerkstatt ist in die ältere Latènezeit zu datieren und damit eisenzeitlich. Aus der Vielzahl der verschiedenen im Bereich der Eifelkalkmulden vorkommenden Eisenerze konnte die verwendete Erzart durch chemische Analysen eindeutig identifiziert werden. Zahlreiche Pingenfelder zeugen von der jahrhundertelangen Nutzung kleiner aber hochwertiger Brauneisensteinvorkommen in Verwitterungsbildungen innerhalb der mitteldevonischen Kalke. [1]

Einordnung
Kategorie:
Archäologische Denkmale / Wirtschaft, Gewerbe und Verkehr / Eisenwerke
Zeit:
Undatiert
Epoche:
Undatiert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.705819
lat: 50.288789
Lagequalität der Koordinaten: Vermutlich
Flurname: Eichholz

Internet
http://www.uni-geochem.gwdg.de/extern/cutenews/data/upimages/Kronz_Rescheid_2003.pdf

Datenquellen
[1] Andreas Kronz: Keltische und römische Eisengewinnung in der Eifel. http://www.uni-geochem.gwdg.de/extern/cutenews/data/upimages/Kronz_Rescheid_2003.pdf


Stand
Letzte Bearbeitung: 20.04.2014
Interne ID: 11046
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=11046
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