Ausgedehntes römisches Brandgräberfeld

Rodt, Gemeinde Zemmer
Beschreibung
Fundstelle 1574
Ausgedehntes römisches Brandgräberfeld, westlich an die frühlatènezeitliche Nekropole "Friedbüsch" angrenzend. Der Bestattungsplatz ist durch Rodungsarbeiten 1926 weitgehend zerstört worden und schlecht beobachtet. Lediglich sechs Gräber konnten wissenschaftlich dokumentiert werden. Es handelt sich überwiegend um ärmliche Bestattungen des 1. und frühen 2. Jahrhundert n. Chr. Bemerkenswert ist ein frührömisches Grab, das "etwa zehn völlig zerdrückte Gefäße" enthielt. Angesichts des schlechten Forschungsstandes kann nicht ausgeschlossen werden, daß die Nekropole im "Friedbüsch"/"Dalheid" Kontinuität von Hunsrück-Eifel-Kultur II bis in römische Zeit besitzt.

Steinhausen 1932, 285; Trierer Zeitschrift für Geschichte und Kunst des Trierer Landes und seiner Nachbargebiete 2, 1927, 192; Trierer Zeitschrift für Geschichte und Kunst des Trierer Landes und seiner Nachbargebiete 5, 1930, 162und174; Trierer Zeitschrift für Geschichte und Kunst des Trierer Landes und seiner Nachbargebiete 11, 1936, 237

Einordnung
Kategorie:
Archäologische Denkmale / Bestattungen / Brandgräber
Zeit:
Ende des 7. Jh. vor Chr. bis ca. 300 vor Chr.
Epoche:
Hunsrück-Eifel-Kultur

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.678315
lat: 49.872266
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Im Friedbüsch

Internet
http://www.dainst.org/medien/de/krausse.pdf

Datenquellen
- Fundstellenkatalog: Die keltisch-römische Siedlung von Wallendorf und ihr archäologisches Umfeld. Dirk L. Krausse unter Mitarbeit von Antje Fischbock, 2006.
- Dirk Krausse: Eisenzeitlicher Kulturwandel und Romanisierung im Mosel-Eifel-Raum. Verlag: Philipp von Zabern, Mainz, 2006. Beilage 1.


Stand
Letzte Bearbeitung: 19.11.2011
Interne ID: 12416
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=12416
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