Widdertshäuschen - Römischer Grabbau

Serrig, Gemeinde Serrig
Beschreibung
Auf einer Wiese findet man die Spuren eines römischen Begräbnisplatzes.Man sieht einen Sandsteinblock in dem eine Öffnung eingetieft worden ist, zur Aufnahme von Bestattungen.Die vier Kanten sind abgeschlagen, bis über die Mitte ausgerundet und scheinen so der Oberfläche die Form eines Kreuzes zu geben.Der Stein auf dem sich heute nur noch eine schwer lesbarer Schrift befindet ist mit Rinnen versehen.
Die Inschrift bestand aus 6 Zeilen. Die wahrscheinliche Leseart lautet:
"Den göttlichen Manen"

Markus Restonius Restitutus und Markus Restitutius Auroianus und Restitutia Auroriana haben sich zu ihren Lebzeiten dies Denkmal gesetzt.

Der Sagen nach sollen hier Menschen von ungewöhnlich kleiner Statur gelebt haben. Deshalb führt das Grabmal auch im Volksmund den Namen "Widdertshäuschen"

Dieses Grabmahl steht heute inmitten einer Wiese am südwestlichen Ausgang von Serrig, oberhalb der Bahnstrecke Trier-Mettlach.

[Hundert Jahre Königsgrab an der Saar, 1838-1938, N.Lackas,Eigenverlag,Trier]


Südlich des Ortes, jenseits der Bahn (dem Wegweiser folgen).

Beschreibung:
Gegenüber des Plateaus von Kastel-Staadt liegt auf der rechten Seite der Saar in einer Wiese der wohl ungewöhnlichste gallo-römische Grabbau unseres Gebietes.
In einen mächtigen Sandsteinblock ist eine Öffnung von 2,2 x 2,4 Meter circa 90 Zentimeter tief zur Aufnahme von Bestattungen eingetieft. Von diesen blieben keine Überreste erhalten. Der mächtige Deckel besteht aus einem Steinblock, der mit zwei sich kreuzenden Satteldächern wie ein Hausdach gestaltet wurde. Auf einer der Giebelflächen steht eine heute nur noch schwer lesbare Inschrift. Sie berichtet uns, daß M. Restionius Restitutus, M. Restitutius Auroria(nus) und Restituatia Auro(riana) sich zu Lebzeiten dieses Grabhaus haben errichten lassen.
Da hier also drei Personen beigesetzt werden sollten, musste der tonnenschwere Deckel nach dem ersten Begräbnis noch zweimal gehoben oder doch zumindest verschoben werden.

[Faust in: Archäologie zwischen Hunsrück und Eifel - Führer zu den Ausgrabungsstätten des Rheinischen Landesmuseums Trier. 1999. ISBN 3-923319-43-6 (Schriftenreihe des RLM Trier Nr. 15). Online-Shop: www.landesmuseum-trier-shop.de]

Einordnung
Kategorie:
Archäologische Denkmale / Bestattungen / Grabhügel
Zeit:
2.-4. Jahrhundert nach Chr.
Epoche:
Kelten- / Römerzeit

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.580640
lat: 49.567507
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Beim Widdertshäuschen

Internet
http://www.serrigerland.de/widdertshaus.htm

Datenquellen
- Hundert Jahre Königsgrab an der Saar, 1838-1938, N.Lackas,Eigenverlag,Trier
- Archäologie zwischen Hunsrück und Eifel - Führer zu den Ausgrabungsstätten des Rheinischen Landesmuseums Trier. 1999. ISBN 3-923319-43-6 (Schriftenreihe des RLM Trier Nr. 15). Online-Shop: www.landesmuseum-trier-shop.de

Bildquellen
Bild 1: © Rheinisches Landesmuseum Trier. 1999
Bild 2: © Rheinisches Landesmuseum Trier. 1999

Stand
Letzte Bearbeitung: 22.12.2006
Interne ID: 1256
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=1256
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