Felsinschrift

Reinig, Gemeinde Wasserliesch
Beschreibung
Alte Felsinschrift, vermutlich von Steinbrechern im Jahre 1703 in die hohe Felswand eingemeißelt, bevor der Abbau von rotem Sandstein eingestellt wurde. Vielleicht steht die Inschrift im Zusammenhang mit der Schließung des Steinbruchs. Der Text bezieht sich auf das, was die Steinbrecher im 17. und 18. Jahrhundert, ebenso wie viele Arbeiter heute noch, beschäftigt haben dürfte, nämlich auf den Kaufpreis für ihr tägliches Getränk während oder nach der Arbeit. In der damals üblichen Schreibweise stellen sie fest:

"A. D. 1702 VNT 3 HABEN WIR DEN WEIN FOVR 1 ALBVS"

Im Klartext: "In den Jahren 1702 und 3 haben wir den Wein für einen Albus ..."; am Ende fehlt vermutlich das Wort "getrunken" oder eine andere Fortsetzung des Textes, der, aus welchen Gründen auch immer, nicht fertig geworden ist. Der "Albus", zu Deutsch Weißpfennig, war eine Münze, die der Trierer Erzbischof Kuno von Falkenstein nach 1368 in Umlauf setzte. Sie war damals westlich des Rheins sowie am Mittel- und Niederrhein gültiges Zahlungsmittel. Möglicherweise bezog sich der angegebene Kaufpreis "1 Albus" auf ein "Quart" Wein, das einer Menge von 1,145 Liter entsprach.

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Marken und Male / Inschriften
Zeit:
1703
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.541124
lat: 49.701783
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Lesselskopf

Internet
http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserliesch

Datenquellen
Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserliesch

Bildquellen
Bild 1: © Ferdinand Hein, Wasserliesch, 2011.

Stand
Letzte Bearbeitung: 27.06.2011
Interne ID: 13235
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=13235
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