Hotel zur Post

Saarburg, Stadt Saarburg Graf-Siegfried-Straße 23
Beschreibung
In mehreren Jahrhunderten gewachsenes, 1939 amputiertes und später unsachgemäß erneuertes Anwesen. Bis 1939 eine dreiflügelige Anlage aus von der Straße zurückgesetztem, traufständigem Hauptgebäude und zwei hofeinfassenden Querflügeln. Der linke, im 19. Jahrhundert zu Wohnzwecken umgebaute Seitenflügel, ursprünglich Stall, heute zur Unkenntlichkeit verändert. Der rechte Wohnflügel 1939 abgebrochen. Erhalten ist der als mächtiger traufständiger Baukörper dreigeschossig aufragende Hauptbau, den ein Krüppelmansardenwalmdach zusätzlich akzentuiert.
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Der der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zugerechnete Kernbau zeichnet sich im Kellersystem ab. Das heutige Erscheinungsbild des verputzten Bruchsteinbaues wurde durch eine Erneuerung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gewonnen. Erhalten haben sich Steinmetzdetails aus allen Bauphasen.

Im Kellerzugang der steinernen Freitreppe ein barockes Kellerportal; der schlichte Eingang mit klassizistischer doppelflügeliger Türe. Über dem Portal das Wahrzeichen des Hauses, ein Kopfbild eines dunkelfarbigen Orientalen mit Turban, Ende 17. Jahrhundert

Das Gebäude ist durch falsche Erneuerung der für das Gesamtbild wichtigen sprossengeteilten Fenster und den Verlust der Schlagläden beeinträchtigt.

Das von den französischen Besatzungen seit dem 17. Jahrhundert bevorzugte Gasthaus ist bereits 1689/90 als "Hotel de la tete noir" überliefert und damit das traditionsreichste Gasthaus der Stadt, das auch Kaiser Wilhelm II. aufsuchte. Zugleich zählt es zu den ältesten und größten Gebäuden der Stadt.
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Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Wirtschaft, Gewerbe und Verkehr / Versorgung, Gasthöfe, Hotels
Zeit:
Erste Hälfte des 16. Jahrhunderts
Epoche:
Renaissance

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.550054
lat: 49.608656
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.saarburg.de/

Datenquellen
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Trier-Saarburg, 12.1 Wernersche Verlagsgesellschaft 1994

Bildquellen
Bild 1: © Elke Janssen, Schoden http://www.flickr.com/photos/99364142@N00/
Bild 2: © Elke Janssen, Schoden http://www.flickr.com/photos/99364142@N00/

Stand
Letzte Bearbeitung: 22.10.2007
Interne ID: 13296
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=13296
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