Ehemaliges Weberviertel

Mitte-Gartenfeld, Stadt Trier Flanderstraße
Beschreibung
[...] Dennoch standen die Tuchweber in der Rangordnung der Trierer Zünfte an erster Stelle. Vermutlich wurde die Position der zunächst offenbar nicht sehr zahlreichen Trierer Weber gestärkt durch den Zuzug flandrischer Tuchweber. Darauf weist die 1227 erstmals urkundlich genannte "platea Flandrensis", die Flandernstraße hin. Sie lag nördlich der Trierer Domfreiheit und ganz nahe der Wollgasse (heute untere Sichelstraße). Eine Verlagerung des Webergewerbes scheint im 13. Jahrhundert erfolgt zu sein. Denn 1246 wurde erstmalig ihr Viertel die "platea textorum", 1289 die "ripa textorum", 1294 "inter textores super ripam" - die Webergasse, der Weberbach und bei den Webern an dem Bach, das heißt an dem Weberbach bezeichnet.

Die Leinenweber hatten ihren Sitz in der heutigen Nagelstraße, dem "vicus textorum", erstmalig 1292-1294 und 1308 genannt. [1]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Wirtschaft, Gewerbe und Verkehr / Rohstoffgewinnung und -verarbeitung
Zeit:
1227
Epoche:
Gotik

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.645658
lat: 49.756936
Lagequalität der Koordinaten: Vermutlich
Flurname: Ortslage

Internet
http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-Mitte/Gartenfeld

Datenquellen
[1] Trier - Wirtschaftszentrum mit Tradition. 2000 Jahre Trierer Wirtschaft. Hrsg. IHK Trier, 1984.

Bildquellen
Bild 1: © Peter Valerius, Kordel, 2005.

Stand
Letzte Bearbeitung: 06.04.2012
Interne ID: 16314
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=16314
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