Gedenksäule am Belvedere

Eckfeld, Gemeinde Eckfeld
Beschreibung
425,0 Meter über Normal-Null.

Als der Kronprinz Friedrich am 3. Nov. 1833 an dieser Stätte weilte, rief er begeistert aus: "Diese Landschaft ist eine der schönsten in den Rheinlanden!"

Zum Andenken an die Anwesenheit des Kronprinzen haben im Jahre 1879 die Bürger Manderscheids in einem aus vulkanischen Steinen errichteten Sockel eine Säule aufgestellt, die aus der römischen Villa am Mosenberg herrührt und durch eine Inschrift an den hohen Besuch erinnert. [1]


Von 1805 bis 1836 war Wendelin München Pfarrer im nahegelegenen Buchholz. Der Pfarrer war ein großer Naturfreund und so begann er, nach und nach die Gegend um seine Kirche mit Pfaden auszubauen, auf denen er in aller Ruhe sein Brevier lesen konnte. Sein Lieblingsplatz wurde eine Stelle hoch über dem Liesertal, von wo er einen wunderbaren Blick auf Manderscheid und die beiden Burgen hatte. Von einer Ruhebank konnte er die Aussicht genießen.

Am 3. November 1833 besuchte der Kronprinz und späterer König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen die Eifel. Voller Stolz zeigte Pastor München dem hohen Herrn auch seine "schöne Aussicht".

Als 1869 in Manderscheid ein Verschönerungsverein gegründet wurde, beschloss man, auch an der von Pastor München angelegten Stelle auf der anderen Lieserseite tätig zu werden, denn wo sonst hatte man einen solch tollen Blick auf das aufstrebende Manderscheid bis hin zum Mosenberg.
1872 führte der Verein erste Arbeiten auf Belvedere aus. Für den Bau eines ersten Pavillons gab man 40 Thaler aus.

Am 11. Juni 1879 stelle man in Erinnerung an den Besuch des Kronprinzen eine Säule aus der römischen Villa am Fuße des Mosenbergs auf. Sie trägt die Inschrift:

HIER STAND KRONPRINZ FRIDR. WILHELM V. PREUSSEN AM 3. NOV.1833
DEM KÖNIG FRIDR. WILHELM IV.
AM TAGE D. GOLD. HOCHZEIT DES KAISERS WILHELM
VON BÜRGERN A. MANDERSCHEID
11. JUNI 1879 [2]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Marken und Male / Denkmale
Zeit:
11.06.1879
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.81820
lat: 50.09699
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Auf der Lahbor

Internet
https://eckfeld.lima-city.de/

Datenquellen
[1] Das Ahrthal und die vulkanische Eifel : mit Karten und Bildern. Trier, Stephanus, 1900. https://www.dilibri.de/urn/urn:nbn:de:0128-1-2757
[2] Hans-Jürgen Neuhaus, Manderscheid (Bernkastel-Wittlich), 2018.

Bildquellen
Bild 1: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2016.
Bild 2: © Jürgen Rohr, Hohenfels-Essingen, 2008. http://www.jmr-biking.de/
Bild 3: © Jürgen Rohr, Hohenfels-Essingen, 2008. http://www.jmr-biking.de/
Bild 4: Ansichtskarte von 1920. Sammlung Hans-Jürgen Neuhaus, Manderscheid (Bernkastel-Wittlich),2018.
Bild 5: Ansichtskarte von 1920. Sammlung Hans-Jürgen Neuhaus, Manderscheid (Bernkastel-Wittlich),2018.
Bild 6: Ansichtskarte von 1920. Sammlung Hans-Jürgen Neuhaus, Manderscheid (Bernkastel-Wittlich),2018.

Stand
Letzte Bearbeitung: 10.10.2016
Interne ID: 16842
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=16842
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