Kurfürstliches Amtshaus (1)

Daun, Stadt Daun Burgfriedstraße 28
Beschreibung
Mitten in der Stadt, auf einem Basaltkegel, findet man noch die Reste der Dauner Burg und das Kurfürstliche Amtshaus. Der Basaltkegel ist durch den Basaltstrom des östlich gelegenen Vulkans Firmerich entstanden. In tausenden von Jahren hat die Lieser den Basaltfluss durchtrennt und ein tiefes Bett gegraben. Der Basaltkegel war schon vor fast 2800 Jahren Fliehburg der Kelten und 50 vor Christus von den Römern (mit einem Wachturm) besiedelt. Die Dauner Burg, deren Reste noch in der Südwestecke deutlich sichtbar sind, wurde im 9. Jahrhundert erbaut, im 30jährigen Krieg stark beschädigt und 1689 durch Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. zerstört. Burgherren waren die Grafen von und zu Daun, deren berühmtester Sohn Generalfeldmarschall Graf Leopold in Diensten der österreichischen Kaiserin Maria Theresia war.

Teile der Burg wurden 1712 instand gesetzt; das heutige Kurfürstliche Amtshaus als Jagdschloss des Trierer Kurfürsten Karl-Joseph erbaut. Im Amtshaus residierten die kurtrierischen Amtmänner und Amtskellner als Verwaltungsbeamte des Trierer Kurfürsten im großen Amt Daun. 1740 wurde die Zehntscheune (Burgscheune) errichtet und diente der Unterbringung der abzuliefernden Naturalien. Nach der französischen Besatzungsmacht (1794 - 1815) ging die Burg in preußischen Staatsbesitz über. Das Amtshaus wurde als Königliche Oberförsterei genutzt, zeitweise hatte auch die Evangelische Gemeinde im Gebäude einen Betsaal. 1957 erwarb die Stadt Daun den Burgbering vom Land Rheinland-Pfalz.

1978 ging das Kurfürstliche Amtshaus in privaten Besitz über und wurde 1979-80 zum Hotel umgebaut. Das "Kurfürstliche Amtshaus" ist heute ein Spitzenhotel und beherbergt u.a. eine sehenswerte Uhrensammlung. Auch die Burgscheune gehört heute zum Hotel. [1]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Verwaltungsbauten /
Zeit:
16. Jahrhundert
Epoche:
Renaissance

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.830952
lat: 50.197312
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.stadt-daun.de/

Datenquellen
[1] Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009.

Bildquellen
Bild 1: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009.
Bild 2: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009.
Bild 3: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2010.
Bild 4: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2010.
Bild 5: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2010.
Bild 6: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2010.

Stand
Letzte Bearbeitung: 28.05.2012
Interne ID: 17400
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=17400
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