Friedhofskapelle

Vierherrenborn, Gemeinde Vierherrenborn Hauptstraße

Beschreibung
Friedhof und Friedhofskapelle
In den ersten Jahren der Siedlung Irsch I wurden die Verstorbenen auf dem Gemeindefriedhof von Irsch durch den dortigen Pfarrer beerdigt. Später, aufgrund der erwähnten Verfügung der Bischöflichen Behörde aus dem Jahre 1941, sollte der Pfarrer von Zerf für die Ausübung aller seelsorglichen Funktionen, den Religionsunterricht der Kinder, die Betreuung der Kranken und die Vornahme der Beerdigungen verantwortlich sein. Für die Nutzung des Gemeindefriedhofes zu Zerf müsste man sich eventuelle Entschädigungen vorbehalten, sofern die Siedlung keinen eigenen Friedhof und keine eigene Kapelle erhalten sollte. Daraufhin beschloss der Zerfer Gemeinderat im November 1951 die Erhebung von Gebühren für die Benutzung des Friedhofes und legte fest, dass für ein Doppelgrab 300 DM und für ein Einzelgrab 150 DM zu zahlen seien. Dabei drängte der Gemeinderat die Verantwortlichen, sich für eine schnellstmögliche Realisierung eines eigenen Friedhofes auf der Siedlung einzusetzen, da der Gemeindefriedhof Zerf nicht groß genug sei, diese Belastung auf die Dauer zu übernehmen.
Im Jahre 1952 war der Friedhof so weit angelegt, dass der durch einen tragischen Motorradunfall ums Leben gekommene Neusiedler, der 51jährige Karl Rimpler, im August 1952 als Erster beigesetzt werden konnte.
Zwei Monate vor der Gründungsfeier am 2. Mai 1954 machte die Fertigstellung des Friedhofes und der Friedhofskapelle gute Fortschritte. Die gewünschte Finanzierung eines Leichenwagens lehnte das Rheinische Heim ab. Durch die sehr weit entfernt gelegenen Gehöfte bis zum Friedhof sei die Anschaffung unbedingt erforderlich, hatten die Siedler argumentiert. Auf Vorschlag des Kreisbauamtes Saarburg ist der Friedhof zu Vierherrenborn in späteren Jahren erweitert und der endgültige Belegungsplan angenommen worden.

[http://www.dittmar-lauer.de/vierherrenborn.htm]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Kapellen
Zeit:
1954
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.661810
lat: 49.609950
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Beim Kriegerborn

Internet
http://www.vierherrenborn.de/

Datenquellen
Dittmar Lauer: 50 Jahre Vierherrenborn. Die Geschichte einer jungen Gemeinde. Schriftenreihe Ortschroniken des Trierer Landes Band 41. Verlag Alta Silva Kell am See 2004.


Stand
Letzte Bearbeitung: 16.10.2009
Interne ID: 17580
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=17580
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