Ursulinenkloster

Heiligkreuz, Stadt Trier Bernhardstraße 24 und 26
Beschreibung
1853: Gegründet als Filiale der Ursulinen vom Calvarienberg/Ahrweiler auf Wunsch des Bischofs Arnoldi. Am 21. November Einzug von drei Ordensschwestern ins ehemalige Banthusseminar hinter dem Dom. Am 21. Dezember Eröffnung der katholischen Höheren Töchterschule der Ursulinen, damals die größte Mädchenschule Triers. Zu dem Haus gehörten ein Kindergarten und Pensionat.

1879: Infolge des Kulturkampfes verließen am 1. Mai die letzten Schwestern das Bantushaus. Sie fanden Aufnahme in belgischen und holländischen Niederlassungen.

1888: Am 27. März Rückkehr ins alte Bantushaus. Am 13. April Eröffnung einer Höheren Mädchenschule.

1893: Bau des neuen Kloster- und Pensionatsgebäudes am gleichen Ort.

1903: Errichtung eines neuen Schulgebäudes.

1908: Einrichtung der zehnjährigen Höheren Mädchenschule des Lyzeums.

1918: Aufbau des Oberlyzeums.

1936: Während der NS-Zeit Abbau der Schule.

1940: An Ostern Auflösung der Trierer Ursulinenschule.

1944 Am 14. August Zerstörung der Schule durch Bomben.

1945: Am 14. August Rückkehr der Ursulinen nach Trier, und zwar nach Sankt Maximin, das von der bischöflichen Behörde als Austausch gegen die Trümmer von Sankt Banthus vertraglich übergeben wurde. Am 2. Oktober Eröffnung von Schule und Internat im notdürftig hergerichteten Haus Sankt Maximin mit Gymnasium, Frauenoberschule und einem Seminar für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen.

1955: Errichtung einer Realschule. Übersiedlung der Schwestern in ein neues Klostergebäude mit Internat in der Bernhardstraße.

1959: Am 1. September Übersiedlung der Realschule in ein neues Schulgebäude neben dem Kloster in der Bernhardstraße.

1972: Am 13. November Auszug des Ursulinengymnasiums aus der alten Reichsabtei und Einzug in ein neues, von der Diözese erstelltes Schulgebäude in der Neustraße (ehemaliges Gervasiuskloster). Der Konvent zählt zur Zeit 38 Ursulinenschwestern. Neben Internat und Halbinternat unterhält das Haus eine Ausbildungsstätte für hauswirtschaftliche Lehrlinge. [1]


[...] Sie sind seit 1853 in Trier und unterrichteten von Anfang an junge Mädchen, bildeten Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen aus. Im Krieg mussten sie das 1910 gegründete Lyzeum schließen und betrieben einen Kinderhort. In den Kriegswirren wurde ihre Wirkungsstätte in Sankt Bantus, heute Sitz des Bischöflichen Generalvikariats, zerstört.

In Heiligkreuz bauten die Ursulinen 1955 im Gelände der Villa Neuerburg ihr Kloster und das Internat neu auf, 1959 zog auch die Realschule in das neue Gebäude in der Bernhardstraße 26 um. Während die Blandine-Merten-Realschule stetig erweitert wurde, konnten die Ursulinen nach Schließung des Internats 1992 die weitläufigen Kloster- und Internatsgebäude nicht mehr unterhalten. 1999 wurden sie abgerissen.

Heute leben noch zehn Schwestern in der ehemaligen Villa, drei von ihnen sind hauptberuflich in der Realschule tätig. "Vor allem wollen wir die Kinder zu mündigen Bürgern erziehen", sagt Schulleiterin Schwester Hildegard. Damit folgen die Ursulinen auch und gerade in der heutigen Zeit dem Grundgedanken von Gemeinschafts-Stifterin Angela Merici, Mädchen und Frauen den Wert und die Würde zuzuerkennen, die ihnen zusteht und sie durch Bildung dazu zu befähigen, ein eigenständiges Leben zu führen. [2]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Klosteranlagen
Zeit:
1955
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.640400
lat: 49.744459
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-Heiligkreuz

Datenquellen
[1] Klöster in Trier von der Spätantike bis zur Gegenwart. Katalog zur Ausstellung der Katholischen Erwachsenenbildung anläßlich der 2000-Jahr-Feier der Stadt Trier vom 25.3. bis 1.11.1984 im Domkreuzgang. Konzeption: Prof. Dr. Franz J. Ronig.
[2] Cordula Fischer: Ein Stadtteil, drei Orden. Trierischer Volksfreund vom 20.05.2003

Bildquellen
Bild 1: © Peter Valerius, Kordel, 2013.
Bild 2: © Peter Valerius, Kordel, 2013.
Bild 3: © Peter Valerius, Kordel, 2013.

Stand
Letzte Bearbeitung: 06.04.2013
Interne ID: 17686
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=17686
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