Ehemaliges Kloster der Franziskanerinnen

Trier-Nord, Stadt Trier Paulinstraße 58
Beschreibung
Auf dem Grundstück Nr. 58 gründeten die Franziskanerinnen 1879 ein Kloster, das sich vor allem der Krankenpflege widmete. [1]

1870: In einem von Fräulein Margarethe Kauhlen gestifteten Haus in der Paulinstraße gründen die ersten drei Schwestern der "Franziskanerinnen der allerseligsten Jungfrau Maria von den Engeln" (Waldbreitbach) im Juni
1870 eine Niederlassung mit der Aufgabe, Arme und Kranke zu pflegen, ein Heim für stellenlose Dienstboten und eine Kinderbewahrschule zu leiten.

1879: Die Schwestern erhalten die Erlaubnis, auch stationäre Kranke zu betreuen. Durch den ständig steigenden Bedarf an Krankenhausbetten ist man gezwungen, mehrere in der Nachbarschaft gelegene Häuser anzukaufen und dem Krankenhaus anzugliedern. So entwickelt sich bis zum Jahr 1913 das Marienkrankenhaus.

1896: Ausbau eines Hauses an der Engelstraße und Einrichtung zu einem Altersheim für Damen. Später diente das Gebäude als Wochenstation.

1913-15: Errichtung eines großen Neubaues mit allen Abteilungen eines modernen Krankenhauses (während der Bauzeit, 1914, Lazarett für 210 verwundete Soldaten). In den zwanziger Jahren wird dem Krankenhaus eine Krankenpflegeschule angeschlossen.

1972: Die wegen dringend notwendig gewordener Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführten Beratungen und Planungen, lassen die Einrichtung eines dritten großen Krankenhauses in Trier-Nord (neben Brüderkrankenhaus und Elisabethkrankenhaus) als wenig sinnvoll erscheinen, so daß die Schwestern schweren Herzens der Aufhebung des Krankenhauses zustimmen. Heute befinden sich in den Gebäuden das Gesundheitsamt und das Staatsbauamt Trier-Nord.

1972 - 76: Im Anschluß an die Planungen wird im alten Gebäude ein vorläufiges Altenheim eingerichtet, und nach Abriß der Wochenstation beginnt man auf diesem Gelände mit dem Bau eines modernen Altenzentrums mit Pflegestation und beschützender Abteilung. Im Oktober

1976 wird das "Mutter-Rosa-Altenzentrum", so benannt nach der Stifterin des Hauses, eröffnet. Daneben wird ein weiterer Neubau mit Klausur und Kapelle, als Altersheim für die Schwestern der Gemeinschaft und als Personalwohnheim errichtet. Beide Gebäude sind durch das Foyer miteinander verbunden (1978 fertiggestellt). [2]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Klosteranlagen
Zeit:
1870
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.647743
lat: 49.762418
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-Nord

Datenquellen
[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 17.2 Stadt Trier – Stadterweiterung und Stadtteile. Wernersche Verlagsgesellschaft mbH, Worms. ISBN 978-3-88462-275-9 (1. Auflage 2009)
[2] Klöster in Trier von der Spätantike bis zur Gegenwart. Katalog zur Ausstellung der Katholischen Erwachsenenbildung anläßlich der 2000-Jahr-Feier der Stadt Trier vom 25.3. bis 1.11.1984 im Domkreuzgang. Konzeption: Prof. Dr. Franz J. Ronig.


Stand
Letzte Bearbeitung: 13.08.2011
Interne ID: 17724
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