Friedensbrunnen

Daun, Stadt Daun Leopoldstraße 9
Beschreibung
Das Denkmal wurde ursprünglich als Dank Dauner Bürger für Kaiser Willhelm II. errichtet, weil er dafür sorgte, dass Daun im Jahre 1908 eine zentrale Trinkwasserversorgung bekam; der Kaiser weihte den Brunnen im Jahre 1911 ein. Ein Bronzerelief mit dem Kopf des Kaisers wurde später entfernt, der Brunnen leider stillgelegt.

Heute trägt das Denkmal eine Gedenktafel für Gefallene des Kreises Daun im Zweiten Weltkrieg. [1]

Der Friedensbrunnen steht an der Leopoldstraße zwischen dem alten Landratsamt und der Kreissparkasse.

1868 hatte Daun mehrere Brunnen, die durch eine Wasserleitung miteinander verbunden waren. Der Wasserbedarf stieg um die Jahrhundertwende an und die Dauner Gemeindeväter planten eine zentrale Wasserversorgung. Dies bisherigen Quellen waren nicht ausreichend, um Daun zu versorgen. In der Gemarkung Waldkönigen gab es Grundstücke, auf denen Quellen mit ausreichender Schüttung ungenutzt in den Bach flossen. Diese Grundstücke wollte die Gemeinde Daun erwerben, gegen den Widerstand der Gemeinde Waldkönigen. Das Enteignungsverfahren war sehr zähflüssig. Anläßlich eines Besuchs Kaiser Wilhelm II im Jahre 1906 trugen Landrat Weismüller und Bürgermeister Hölzer dem Kaiser die Situation vor und baten ihn um eine baldige Entscheidung des Enteignungsverfahrens durch die Behörden. Die Enteignungsbehörden entschieden 1907 zugunsten der Gemeinde Daun, die Wasserleitung konnte gebaut werden.

Landrat Weismüller regte an, dem Kaiser zum Dank ein Brunnendenkmal, den Kaiserbrunnen zu errichten. Dieser Vorschlag fand große Zustimmung, der Kreistag bewilligte den Bau und eine Geldsammlung und ein Zuschuss der Gemeinde sicherten die Finanzierung. Der geheime Oberbaurat Schwechten, Berlin, fertigte einen Entwurf, den seine Majestät am 28.1.2911 billigte. Der Kölner Bildhauer Wilhelm Faßbender schuf die bildhafte Ausgestaltung und das bronzene Kaiserporträt.

Am 20.10.2011 war erneut der Kaiser zu Besuch in der Eifel. In seiner Anwesenheit wurde der Brunnen feierlich enthüllt und eingeweiht. Natürlich floß aus dem Brunnen Wasser, um damit zu versinnbildlichen, dass Kaiser Wilhelm II entscheidenden Anteil an der ersten zentralen Wasserversorgung Dauns hatte, die 1908 fertiggestellt wurde. [2]

Der Kaiserbrunnen (Geschichte s. Heimatjahrbuch Vulkaneifel 2012 S. 80 ff. "Der Kaiser verleiht das Wasserrecht") lässt aus dem Löwenmaul wieder Wasser sprudeln. Der Eifelverein Daun hat Mithilfe von Walter und Thomas Simonis die technischen Voraussetzungen geschaffen. [3]

Einordnung
Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Entwurf: Schwechten, (Geheimer Oberbaurat ), Berlin; Ausführung: Faßbender, Wilhelm (Bildhauer), Köln.
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Marken und Male / Ehrenmale
Zeit:
1911
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.829497
lat: 50.198267
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Rammelsberg

Internet
http://www.stadt-daun.de/

Datenquellen
[1] http://www.stadt-daun.de/
[2] Friedbert Wißkirchen, Daun, 2011.
[3] Friedbert Wißkirchen, Daun, 2013.

Bildquellen
Bild 1: Archiv der Verbandsgemeinde Daun.
Bild 2: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2013.
Bild 3: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
Bild 4: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2013.
Bild 5: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.

Stand
Letzte Bearbeitung: 16.06.2013
Interne ID: 19851
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=19851
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