Ehemaliges Kloster Sankt Agneten

Mitte-Gartenfeld, Stadt Trier Weberbachstraße 38/39
Beschreibung
Vor 1238: Im Bereich der Kaiserthermen bestand schon vor 1238 an der Weberbachstraße, neben der alten Gervasiuskirche ein Reklusenheim (Nonnenkloster), dem Erzbischof Arnold II. im Jahr 1255 eine Regel gab, ähnlich der der Bettelorden.

1295: Weihe von Kirche und Kloster "Zu Agneten" durch Erzbischof Boemund.

1460: Erzbischof Johann von Baden berief Augustinerinnen der Windesheimer Kongre¬gation aus Engeltal bei Bonn in das herabgekommene Agnetenkloster; als "Kloster der heiligen Agnes auf dem Engelberge" wurde es nun der Aufsicht des Priors von Klausen unterstellt.

1585: Aufhebung des kleinen Augustinerinnenklosters an der Pfarrkirche zu Sankt Medard und Zusammenlegung der Nonnen und der Klostergüter mit dem Agnetenkloster durch Erzbischof Johann von Schoenenberg.

1722: Neubau des Klosters (1749 abgeschlossen).

1802: Aufhebung des Klosters.

1816: Umbau des Agnetenklosters in eine Kaserne (nach 1945 abgebrochen).

[Prof. Dr. Josef Steinruck in: Klöster in Trier von der Spätantike bis zur Gegenwart. Katalog zur Ausstellung der Katholischen Erwachsenenbildung anlässlich der 2000-Jahr-Feier der Stadt Trier vom 25.3. bis 1.11.1984 im Domkreuzgang. Konzeption: Prof. Dr. Franz J. Ronig.]



Barocker Bau, zuletzt Mietshaus. Im Krieg zerstört.

[Helmut Lutz: Verzeichnis der seit 1930 untergegangenen denkmalwerten Bauanlagen. Denkmalpflege in Trier (1975) Hrsg.: Städtische Denkmalpflege]



Sankt Agneten im Bereich der Kaiserthermen, nach 1945 abgebrochen, transloziertes Portal Domfreihof 5.

[Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 17.1 Stadt Trier - Altstadt. Wernersche Verlagsgesellschaft mbH, Worms. ISBN 3-88462-171-8 (1. Auflage 2001)]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Klosteranlagen
Zeit:
Vor 1238
Epoche:
Gotik

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.640913
lat: 49.750516
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-Mitte/Gartenfeld

Datenquellen
- Klöster in Trier von der Spätantike bis zur Gegenwart. Katalog zur Ausstellung der Katholischen Erwachsenenbildung anläßlich der 2000-Jahr-Feier der Stadt Trier vom 25.3. bis 1.11.1984 im Domkreuzgang. Konzeption: Prof. Dr. Franz J. Ronig.
- Helmut Lutz: Verzeichnis der seit 1930 untergegangenen denkmalwerten Bauanlagen. Denkmalpflege in Trier (1975) Hrsg.: Städtische Denkmalpflege
- Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 17.1 Stadt Trier - Altstadt. Wernersche Verlagsgesellschaft mbH, Worms. ISBN 3-88462-171-8 (1. Auflage 2001)

Bildquellen
Bild 1: Trier Museum Simeonstift - Stadtmodell von Trier um 1800.

Stand
Letzte Bearbeitung: 13.04.2012
Interne ID: 2252
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=2252
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