Rekonstruierter Schutzbunker

Kelberg, Gemeinde Kelberg In der Holl
Beschreibung
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs geriet Kelberg zunehmend in den Fokus der Alliierten. Das Dorf lag unmittelbar an der Kreuzung zweier wichtiger Aufmarschstraßen. Die Luftangriffe häuften sich und die Kelberger suchten Schutz. Wer keinen Gewölbekeller besaß, floh zunächst aufs freie Feld. Im Herbst 1944 entstand dann am Beginn der Straße "In der Holl" ein Schutzbunker. Die Dorfbewohner trieben dafür einen Stollen in den Berghang des Fronfeldes und stützten den etwa 10 m² großen Aufenthaltsraum mit Eichenbalken ab.

Am 16. Januar 1945 wurde Kelberg zu zwei Dritteln zerstört. Wer an diesem Tag die kleine Holztür mit dem verstärkenden "Z" erreicht hatte, fühlte sich sicher. Heute mahnt und erinnert die Rekonstruktion an die Opfer. [1]

Laut § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes beginnt die Fledermausschutzzeit am 01. Oktober und endet am 31. März. In diesem Zeitraum ist das Betreten von Höhlen, Grotten, Bunkern, Stollen und anderen potentiellen Winterschlaf-Behausungen von Fledermäusen gesetzlich untersagt.

[Redaktion]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Wehrbauten und militärische Anlagen / Festungen und Bunker
Zeit:
1944
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.918203
lat: 50.289551
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.kelberg.de/

Datenquellen
[1] Info-Tafel am Bunker.

Bildquellen
Bild 1: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
Bild 2: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
Bild 3: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2018.
Bild 4: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2018.

Stand
Letzte Bearbeitung: 10.06.2018
Interne ID: 22998
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=22998
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