Kloster im Herz-Jesu-Krankenhaus

Trier-Süd, Stadt Trier Friedrich-Wilhelm-Straße 29
Beschreibung
1897: Franziskanerinnen von der Buße und der christlichen Liebe (Heythuysen/Nonnenwerth) eröffnen einen Kindergarten in der
Gartenstraße, heute: Hommerstraße. Mit der Betreuung der Kinder übernehmen die Schwestern die Leitung einer provisorisch eingerichteten Station für gynäkologisch erkrankte Patientinnen.

1898: Grundsteinlegung zum Bau des Herz-Jesu-Krankenhauses in der Friedrich-Wilhelm-Straße.

1899 Einweihung eines Kindergartenneubaues. Eröffnung einer Handarbeitsschule, später "Industrieschule" genannt.

1900: Einweihung des Herz-Jesu-Krankenhauses durch Bischof Korum. Einzige größere Fachabteilung ist zunächst die Gynäkologische
Abteilung. Eröffnung einer Haushaltungsschule.

1908: Der Unterricht in der Krankenpflegeschule wird aufgenommen.

1911: Einrichtung einer Männerstation.

1914: Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs Umwandlung in ein Lazarett. Handarbeits-, Industrie- und Haushaltungsschule werden geschlossen, um die Räume den verwundeten Soldaten zur Verfügung zu stellen.

1920: Einrichtung einer Station für körperbehinderte Kinder.

1925: Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau (vor allem zur Unterbringung körperbehinderter Kinder).

1926: Errichtung einer Privatschule für diese Kinder.

1939: Durch Regierungserlass wird die Abteilung für körperbehinderte Kinder geschlossen. Mit Ausbruch des Krieges wird das Krankenhaus für Notfälle seitens der Bevölkerung von Trier zur Verfügung gestellt.

1944: Fast totale Zerstörung von Krankenhaus und Kloster. Evakuierung von Kranken, Personal und Schwestern.

1945/46: Wiedereröffnung der Wöchnerinnenstation, der Krankenpflegeschule, des Kindergartens. Wiederaufbau des Krankenhauses.

1962: Übernahme des Kindergartens durch die Pfarrgemeinde Herz Jesu.

1968 - 78: Durchführung von Umbau-, Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen besonders in der Geburtshilflich-Gynäkologischen und in der ChiRuhrgischen Abteilung. Heute: Krankenhaus der Regel Versorgung.

Gottvertrauen als Grundhaltung der Stifterin Mutter Magdalena Damen war und ist Wegweiser der Schwestern in die Zukunft.

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Klosteranlagen
Zeit:
1898
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.630642
lat: 49.748127
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.mutterhaus.de/

Datenquellen
Klöster in Trier von der Spätantike bis zur Gegenwart. Katalog zur Ausstellung der Katholischen Erwachsenenbildung anläßlich der 2000-Jahr-Feier der Stadt Trier vom 25.3. bis 1.11.1984 im Domkreuzgang. Konzeption: Prof. Dr. Franz J. Ronig.

Bildquellen
Bild 1: Internet

Stand
Letzte Bearbeitung: 09.10.2011
Interne ID: 23403
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=23403
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