Weg der Sieben Schmerzen Mariä - 3. Station

Trier-West/Pallien, Stadt Trier Himmelsleiter
Beschreibung
[...] Der Weg von der Hornstraße zur Kapelle 1870-1884 als Stationsweg der Sieben Schmerzen Mariae angelegt, unterer Abschnitt als gerade ansteigende Lindenallee, der letzte Teil im Wald in gekurvter Führung.

Neugotische altarartige Bildstöcke aus hellem Sandstein mit Mensa mit säulenbewehrten Kanten, in eine Dreipassblende eingelassene Tonreliefs mit nazarenischem Duktus, abgeschlossen von steilem Giebeldach mit diagonal gestellter Mittelfiale, die beschädigten Reliefs 2001/02 mit Hilfe der Trier-Gesellschaft e. V. wiederhergestellt.

Der Weg der Sieben Schmerzen Mariae, die Maria-Hilf-Kapelle und die Mariensäule, zu der hinauf eine Fortsetzung des Weges geplant war, die aber nie zur Ausführung kam, bilden eine die Dramatik der Landschaft mit dem Steilhang auf dem linken Moselufer ausnutzende Einheit der Marienverehrung des 19. Jahrhunderts. und sind damit ein raumgreifendes Zeugnis der Frömmigkeitsgeschichte. [1]

Sieben Stationen wieder komplett -Leidensweg in Trier-West restauriert

Neben dem Zugangsweg zur Maria-Hilf-Kapelle am West-Friedhof steht der sogenannte Leidensweg, der die "Sieben Schmerzen Mariä" darstellt. Er wurde von der Trier-Gesellschaft in Abstimmung mit dem Bistum und der städtischen und kirchlichen Denkmalpflege restauriert.

Jede der sieben Stationen des Leidenswegs besteht aus einer Sandstein-Stele mit eingesetzter Reliefplatte aus Terrakotta. In den vergangenen 100 Jahren haben sie durch natürliche Einwirkungen, aber auch Menschenhand sehr gelitten. An den Sandsteinstelen waren Bekrönungen abhanden gekommen. Die Schutzgitter waren total verrostet und die figürlichen Darstellungen unterschiedlich stark beschädigt. Zwei wurden sogar total zerstört.

Seit 1997 kümmert sich die Trier-Gesellschaft um den Stationsweg. Das Sanierungsprogramm ist nun abgeschlossen. An allen Sandsteinstelen wurden Verfugungen ergänzt, Risse geschlossen und die Bekrönungen wieder angebracht. Die fehlenden Teile der Terrakotta-Reliefs wurden ergänzt oder erneuert, gebrochene Teile geklebt und außerdem zum Schutz vor Verwitterungsschäden mit einer Farblasur versehen.

Die Kosten für die Sanierung liegen bei 25000 Euro. Beteiligt haben sich neben engagierten Bürgern die Kulturstiftung der Trierer Sparkasse, die Casino-Gesellschaft, der Rotary-Club Trier-Porta und die Firma Leyendecker. Der Weg zur Kapelle ist dank regelmäßiger Pflege in einem ordentlichen Zustand. Aber der Wanderpfad zwischen Kapelle und Mariensäule ist in wesentlichen Teilen verfallen und nicht mehr begehbar. Nach Einschätzung von Fachleuten wären für eine Wiederherstellung erhebliche Investitionen nötig gewesen. Außerdem wären wegen der Wasserführung des Bergs und der Bodenabtragungen beträchtliche jährliche Instandsetzungs- und Sicherungskosten hinzugekommen. Von diesem Plan nahm die Trier-Gesellschaft daher zu-nächst Abstand.

Besserer Standort für Pietà

Das Bistum läßt jetzt die Maria-Hilf-Kapelle durch Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten in einen zeitgemäßen Zustand bringen. Erforderlich sind umfangreiche Reparaturen, unter anderem am Geläut, und Anstricharbeiten. Außerdem soll das Innere der kleinen Kirche umgestaltet werden, wodurch vor allem die Pietà-Statue einen neuen würdigeren Standort erhält. [2]

Einordnung
Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Entwurf: Arendt, Christian (Luxemburgischer Staatsarchitekt), [*1825 - † 1910]. Terrakotta-Reliefs: Walter, Carl (Bildhauer und Modelleur), Trier.
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Bildstöcke und Kreuzwegstationen
Zeit:
1870-1884
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.622487
lat: 49.758355
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Pulsberg

Internet
http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-West/Pallien

Datenquellen
[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 17.2 Stadt Trier - Stadterweiterung und Stadtteile. Wernersche Verlagsgesellschaft mbH, Worms. ISBN 978-3-88462-275-9 (1. Auflage 2009).
[2] Trierer Rathaus-Zeitung, Ausgabe: Dienstag, 27. August 2002
http://redaktion.trier.de/praefectus/trier?_SID=00182888675361&_bereich=artikel&_aktion=detail&idartikel=121136
[3] Arthur Fontaine: Die Marienstätten am Trierer Markusberg. Kliomedia, Trier, 2010. ISBN 978-3-89890-148-2

Bildquellen
Bild 1: © Michael Grün, Trier, 2019.
Bild 2: © Michael Grün, Trier, 2019.
Bild 3: © Michael Grün, Trier, 2019.

Stand
Letzte Bearbeitung: 27.01.2019
Interne ID: 24346
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