Alte Eiche

Gielert, Gemeinde Gielert Zur Heide 11
Beschreibung
Quercus sp.; zwischen 1600 und 1700 gekeimt; 16 m hoch bei 3,85 m Brusthöhenumfang und 18 m Kronendurchmesser [1]

Der Ort Gielert besaß zahlreiche Eichen, die für die Produktion von Fässern oder Furnier verkauft wurden. Die Haushalte seien verpflichtet gewesen, als eine Art Frondienst im Winter eine Person für Waldarbeiten abzustellen. Die Äste der Eichen und die Hölzer anderer Bäume wurden dann am Gertraudentag mit Würfeln unter der Bevölkerung aufgeteilt. Jeder Haushalt hatte einen Würfel mit einem bestimmten Buchstaben, erklärt Glesius.
Wenn dann Brennholzlos 1 an den Haushalt mit dem Buchstaben H zugelost wurde, gehörte dieses Holz diesem Haushalt.

Der jeweilige Haushalt habe dann sein Zeichen, das auch auf den Würfeln aufgebracht war, an dem Holzstapel angebracht. Dabei habe es nach Qualität und Standort enorme Unterschiede gegeben, sagt Glesius. Erst in den 1950er Jahren seien diese Frondienste aufgegeben worden. Warum das Holz gerade am 17. März, dem Namenstag der Heiligen Gertrud verteilt wurde, kann Glesius nicht sagen. Vermutlich hänge es damit zusammen, dass um diese Zeit die Waldarbeit beendet wurde. [2]

Einordnung
Kategorie:
Naturobjekte / Bäume / Eichen
Zeit:
Zwischen 1600 und 1700
Epoche:
Renaissance

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 7.002828
lat: 49.773466
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Auf der Lai

Internet
https://www.erbeskopf.de/verwaltung-politik/ortsgemeinden/gielert.html

Datenquellen
[1] Seite „Liste der Naturdenkmale in Gielert“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. April 2019, 20:17 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Liste_der_Naturdenkmale_in_Gielert&oldid=187943240 (Abgerufen: 3. September 2019, 22:37 UTC)
[2] Christoph Strouvelle in Trierischer Volksfreund vom 16.03.2017 https://www.volksfreund.de/region/mosel-wittlich-hunsrueck/der-tag-an-dem-die-wuerfel-fielen-gielert-im-hunsrueck-feiert-den-gertraudentag_aid-6026960

Bildquellen
Bild 1: © Andreas Max Kunz, Trier, 2019.
Bild 2: © Andreas Max Kunz, Trier, 2019.

Stand
Letzte Bearbeitung: 04.09.2019
Interne ID: 2613
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=2613
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