Ehemalige Katholische Pfarrkirche Sankt Paulus

Mitte-Gartenfeld, Stadt Trier Paulusplatz 5
Beschreibung
Geschichte und Architektur[Bearbeiten
Das Gebäude geht auf einen Vorgängerbau zurück, welcher sich unweit des heutigen Standorts am Irminenfreihof nördlich der St. Irminen befand. 1790 wurde die Kirche wegen Baufälligkeit niedergelegt und nach der Säkularisation 1803 wurde die Kirche des nahen Klosters neue Pfarrkirche, bis der Neubau gebaut wurde.[1]
Die Kirche wurde zwischen 1905 und 1907 im neuromanischen Stil erbaut. Stadtbildprägend ist der stattliche Eckturm der Kirche, die als Querhausbasilika ausgeführt ist. Architekt war Wilhelm Schmitz.

Am 25. März 2016 kam es an der Kirche zu einen Steinschlag, sodass die Kirche provisorisch gesichert werden musste. Glücklicherweise wurde niemand von dem aus 40 m Höhe herabfallenden Teil des Mauerwerks verletzt. Mit einem Kran konnte die beschädigte Stelle repariert werden. Wie es zu dem Steinschlag kam, ist ungeklärt, da keine Erosionsspuren am Gebäude gefunden wurden.

Seit der Fusion der bisherigen Pfarreien Liebfrauen und St. Laurentius, St. Agritius, St. Antonius, St. Gangolf und St. Paulus zur neuen Pfarrei Liebfrauen im Dezember 2000 gehört die Kirche zur Pfarrei Liebfrauen. Am 5. November 2017 wurde die Kirche wegen der großen Kirchendichte in der Trierer Innenstadt und dem starken Rückgang der Gottesdienstbesucher profaniert. Studenten der Hochschule Trier hatten zuvor bereits Konzepte entwickelt, wie sie als Bibliothek oder gar Casino genutzt werden könnte.

Innenausstattung
Im Inneren der Kirche befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Altar das Grab von Hieronymus Jaegen.[5] Nach der Profanierung soll eine Umbettung Jaegens in die Kirche St. Gangolf erfolgen.

Von der ursprünglichen historistischen Ausstattung der Kirche ist seit einer Renovierung in den 1960er Jahren nicht mehr viel erhalten. An Stelle des Hochaltars steht heute eine Kreuzigungsgruppe, die sich früher an der Abtei St. Martin befand. Die aus dem Jahr 1498 stammenden Skulpturen wurden zum Schutz vor Verwitterung in die Kirche versetzt, am ursprünglichen Standort stellte man Kopien auf [1].

Aufgrund der Kirchendichte in der Trierer Innenstadt 2017 aufgegeben. [2]

Einordnung
Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Schmitz, Wilhelm Peter (Dombaumeister), Trier [20.01.1864-04.06.1944] und Wirtz, Julius (Architekt)
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1905–07
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.635181
lat: 49.758118
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-Mitte/Gartenfeld

Datenquellen
[1] Seite "St. Paulus (Trier)". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. November 2017, 11:57 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=St._Paulus_(Trier)&oldid=170751176 (Abgerufen: 13. Dezember 2017, 20:00 UTC).
[2] Seite "Liste profanierter Kirchen im Bistum Trier". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. Februar 2018, 19:22 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Liste_profanierter_Kirchen_im_Bistum_Trier&oldid=174454535 (Abgerufen: 19. April 2018, 21:05 UTC)

Bildquellen
Bild 1: © Helge Rieder, Konz
Bild 2: © Helge Rieder, Konz
Bild 3: © Sebastian Schritt, Trier, 2010. http://www.flickr.com/photos/trier51/
Bild 4: © Sebastian Schritt, Trier, 2010. http://www.flickr.com/photos/trier51/
Bild 5: © Sebastian Schritt, Trier, 2010. http://www.flickr.com/photos/trier51/

Stand
Letzte Bearbeitung: 19.04.2018
Interne ID: 29
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=29
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