Mariensäule

West-Pallien, Stadt Trier

Beschreibung
Die heutige Säule, zwischen 1854 und 1866 erbaut, ist ein etwa 40 Meter hoher turmartiger Bau, der aus Sandsteinblöcken besteht. Das Fundament und den Sockel erstellte man aus mächtigen Quadern, die man einer römischen Mauer entnommen hatte.

1854-66 errichtet im Zusammenhang mit dem 1854 verkündeten Dogma der Unbefleckten Empfängnis Mariens nach einem Entwurf von Chr. W. und J.P. Schmidt, die Figur nach Skizzen von Gottfried Renn, Speyer. Hoher neugotischer Pfeiler mit Ecksäulchen und bekrönender Marienstatue. [1]

Die im Zeitgeist der Romantik 1859-1866 erbaute, neogotische Mariensäule steht auf der benachbarten Anhöhe des Markusberges (Pulsberg), der die westliche Begrenzung des Trierer Talkessels bildet. Anlässlich des von Papst Pius IX. im Jahre 1854 ausgesprochenen Dogmas der unbefleckten Empfängnis Mariens bildete sich ein Komitee, das sich zur Aufgabe stellte, der Muttergottes in Trier ein würdiges Denkmal zu setzen. Finanziert wurde das Bauwerk durch Lotterien, Konzerte, Kollekten sowie Spenden der Bevölkerung des Umlandes und der Stadt, die damit ihre Verehrung der Gottesmutter Maria zum Ausdruck bringen wollte. Die Mariensäule setzt sich aus einem ca. 40 m hohen, turmartigen Aufbau aus Sandsteinquadern sowie einer ca. 7 m hohen Statue zusammen. Im Inneren der Säule führt eine Steintreppe zu einer Plattform. Die feierliche Einweihung erfolgte 1866 durch Bischof Leopold Pelldram. Am 50. Jahrestag des Dogmas im Jahre 1904 erstrahlte der Sternenkranz der Statue zum ersten Mal. In den Jahren 1985/86 und 2007 wurdedie Mariensäule umfassend saniert. [2]

Einordnung
Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Säule: Schmidt, J.P. (Entwurf) und Weis, Joseph (Stadtrat). Statue: Renn, Gottfried (Bildhauer), Speyer und Rief (Bildhauermeister).
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Bildstöcke und Kreuzwegstationen
Zeit:
1854-1866
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.619901
lat: 49.760269
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Pulsberg

Internet
http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-West/Pallien

Datenquellen
[1] Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Rheinland-Pfalz, Saarland, 1984. Deutscher Kunstverlag
[2] Info-Tafel an der Säule

Bildquellen
Bild 1: © Sven Schröter, Trier, 2018.
Bild 2: © Peter Valerius, Kordel, 2014.
Bild 3: © Peter Valerius, Kordel, 2014.
Bild 4: © Peter Valerius, Kordel, 2014.
Bild 5: © Peter Valerius, Kordel, 2014.
Bild 6: © Peter Valerius, Kordel, 2014.

Stand
Letzte Bearbeitung: 19.03.2018
Interne ID: 31