Hinter Vohls

Burgen, Gemeinde Burgen
Beschreibung
Reste des Moselromanischen haben sich noch in speziellen Winzerausdrücken erhalten. So zum Beispiel das Wort gelennen, mit dem die Nachlese der aus Versehen hängengelassenen Trauben bezeichnet wird. Dieses Wort soll von dem vulgärlateinischen Verb glenare abgeleitet sein. Ein weiteres Beispiel ist der Begriff Term, der die Grenze zwischen zwei Weinbergen bezeichnet. Die meisten Überbleibsel haben sich jedoch bei den Reiler Flurnamen erhalten, wie zum Beispiel Plantert (vom lat. plantata = angepflanzt), Breit (vom lat. pratum = Wiese), Predell (vom lat. pratellum = kleine Wiese, Vohl (vom lat. vallum = Mauer). Eine Nähe zum Wort pariete (Mauer) legt auch die heutige Pariser Straße nahe. Die steile Lehlgasse könnte ihren Namen vom mittellateinischen Wort laeula haben, was "kleiner Fels" bedeutet haben könnte. Den moselromanischen Ausdruck für Fels, - ley, lay oder auch lei geschrieben -, tragen viele Reiler Weinlagen, wie zum Beispiel Goldlay, Mullay und Falklay. Es ist ebenfalls gut möglich, daß die Bezeichnungen für die Reiler "Ortsteile" Pohl, Fischel, Stannert und Kulat auf moselromanische Begriffe zurückgehen. Kulat erinnert beispielsweise stark an collert, was Haselnussgebüsch bedeutete. [...]

Einordnung
Kategorie:
Geschichte / Flurnamen /
Zeit:
Undatiert
Epoche:
Undatiert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.994573
lat: 49.876336
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Hinter Vohls

Internet
http://www.goldlay.de

Datenquellen
Friedhelm Greis http://www.goldlay.de/tex_platt.htm


Stand
Letzte Bearbeitung: 01.02.2014
Interne ID: 33249
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=33249
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