Opfer des "Nacht- und Nebel"-Erlasses

Beuren, Gemeinde Beuren (Hochwald)
Beschreibung
Nach dem vom Oberkommando der Wehrmacht am 7. Dezember 1941 herausgegebenen "Nacht–und–Nebel"-Erlass wurden von Mai 1942 bis Oktober 1943 fast 2000 zumeist französische, aber auch belgische und niederländische Mitglieder der nationalen Widerstandsgruppen nach Hinzert deportiert. Die "Nacht–und–Nebel"-Gefangenen (NN-Deportierte) sollten in ihrer Heimat spurlos verschwinden und unter größter Geheimhaltung nach Deutschland verschleppt werden, um dort einem Sondergericht zur Aburteilung zugeführt zu werden. Angehörige erhielten über den Verbleib der Verhafteten keine Information. Für die NNHäftlinge
galt striktes Postverbot. Die NN-Gefangenen kamen zumeist über das Gefängnis Trier nach Hinzert. Von hier aus brachte man sie später in
andere Strafanstalten (z.B. Wittlich und Diez), die in der Nähe eines Sondergerichtes (z.B. Köln, Wittlich) lagen, oder in andere Konzentrationslager.

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Bildungsstätten / Ausstellungen, Kulturzentren und Gedenkstätten
Zeit:
1942/43
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.86907
lat: 49.71409
Lagequalität der Koordinaten: Vermutlich
Flurname: Hochwald

Internet
http://www.gedenkstaette-hinzert-rlp.de/

Datenquellen
Rheinland-Pfalz - Blätter zum Land - Extra, 3. und aktualisierte Auflage 2013. Die Gedenkstätte
SS-Sonderlager/KZ Hinzert. Hrsg: Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz , http://www.politische-bildung-rlp.de
http://www.gedenkstaette-hinzert-rlp.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Hinzert/BzL_Hinzert.pdf


Stand
Letzte Bearbeitung: 05.04.2014
Interne ID: 34350
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=34350
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