Gedenktafel im Schankrech

Pelm, Gemeinde Pelm
Beschreibung
Hier in den Schluchten des Schankrech lebten im kalten, schneereichen
Winter 1944/45 über 10 Familien aus Pelm und Gerolstein in Unterständen aus Holz, die mit Grasboden gegen Bombensplitter bedeckt waren. Im Ort war es nicht mehr sicher, die Bombenangriffe häuften sich, Jagdbomber
Schossen auf alles, was sich bewegte. Die Männer waren an der Front, die Alten und die Mütter mit Kindern und Säuglingen blieben Tag und Nacht im Wald. Junge Mädchen schlichen nachts durch den hohen Schnee in die Orte, um die Kühe zu melken und zu füttern und Vorräte zu holen. Für Pferde, Schweine, Gänse und Hühner baute man eigene Unterstände im
Wald. Als die Front näher rückte, brachte man das Vieh in Nachbardörfer, weiter weg von der Eisenbahnstrecke, dem Ziel der Bombenangriffe.

Am 6. März 1945 rückte die US-Armee in die verlassenen Dörfer ein, erst dann kehrten die Bewohner in ihre Häuser zurück. Mitglieder des "Internationalen Jugendcamps" legten im Sommer 2007 unter Anleitung von Förster Schmitz und Forstwirt Bowe diesen Teil der Schluchten
Frei als sichtbare Erinnerung an die Schrecken des Weltkrieges. [1]

Die Gedenktafel wurde auf Initiative des Ehepaares Thea und Wolfgang Merkelbach hier aufgestellt.

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Marken und Male / Denkmale
Zeit:
2008
Epoche:
21. Jahrhundert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.68746
lat: 50.20464
Lagequalität der Koordinaten: Vermutlich
Flurname: Schankrech

Internet
http://www.pelm-eifel.de/

Datenquellen
[1] Info-Tafel.

Bildquellen
Bild 1: © Wilma Herzog, Gerolstein, 2014.
Bild 2: © Wilma Herzog, Gerolstein, 2014.
Bild 3: © Wilma Herzog, Gerolstein, 2014.

Stand
Letzte Bearbeitung: 14.05.2014
Interne ID: 34592
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=34592
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