Wüstung Heckenhausen

Heckenmühle, Gemeinde Immerath
Beschreibung
1539 wird der Heckenhof mit der Mühle erwähnt, der Müller hieß Hannß Maas. Die Mühle gehörte den Herren von Daun und Chriechingen gemeinsam. 1600 gehörte die Mühle der Herrschaft Wollmerath, 1660 waren die Herren von und zu Daun alleinige Eigentümer. Neben der Mahlmühle wurde auch eine Ölmühle betrieben. Die Pächter hießen 1660 Peter und Nikolaus und waren gesetzlose und streitbare Personen, die vom Immerather Gericht wegen vieler Delikte, u.a. versuchtem Mord, veRuhrteilt wurden.

Der Heckenhof und die Mühle fielen vor 1700 wüst. Die Mühle wurde 1710 neu aufgebaut und von den Müllerfamilien Daniels, Demerath und Haubrichs (1780 - 1930) betrieben. Kunden aus Immerath, Niederwinkel, Wollmerath, Lutzerath, Driesch, Gillenbeuren und Wagenhausen.

1953 wurde die Mühle abgerissen. Auf dem Heckenhof wird nur noch Landwirtschaft betrieben.

(Weitere Informationen gibt es unter www.jahrbuch-daun.de im Heimatjahrbuch 2008 (S. 99 ff. - "Die Immerather Mühlen")). [1]

Heckenhausen, 1563 noch ein Weiler von 3 Feuerstellen in der Zenderei Ellscheid, Gemarkung Immerath, lag wahrscheinlich oberhalb des Ueßbachs an der Stelle des heutigen Heckenhofs und ist wohl im 17. Jahrhundert wüstgefallen. [2]

Einordnung
Kategorie:
Archäologische Denkmale / Siedlungswesen / Wüstungen
Zeit:
1539
Epoche:
Renaissance

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.99349
lat: 50.13553
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: In der Grummwiese

Internet
http://www.immerath-vulkaneifel.de/

Datenquellen
[1] Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009.
[2] Janssen, Franz Roman: Kurtrier in seinen Ämtern vornehmlich im 16. Jahrhundert. Ludwig Röhrscheid Verlag, Bonn, 1985.

Bildquellen
Bild 1: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2008

Stand
Letzte Bearbeitung: 27.06.2014
Interne ID: 34873
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=34873
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