Torfabbau im Bragphenn

Neuenstein, Gemeinde Ormont
Beschreibung
1,5 km südlich von Ormont liegt das Brackvenn.

Ein Hochmoor, entstanden vor etwa 7000 Jahren. Hier findet man seltene Pflanzen wie Wollgras, Arnika, Moosbeere, Atlantische Glockenheide, Sumpfblutauge, Sonnentau und Orchideen. Während die Flora hier gut dokumentiert wurde, ist die Fauna leider noch nicht erforscht.

Im 19. Jahrhundert wurde im Hochmoor sehr guter Torf gestochen, der einen bedeutenden Absatz, besonders nach Prüm fand.

Ein Knüppeldamm, welcher demnächst erneuert wird, ermöglicht einen gefahrlosen Spaziergang durch dieses herrliche Kleinod der Natur. [2]

Der Heimatkundler Joachim Schröder beschreibt den Torfabbau wie folgt: Zunächst muss man von Hand oder durch Maschinen die rezente Vegetation und den schwach zersetzten Weißtorf abtragen. Erst der stärker zersetzte Schwarztorf wurde für den Torfstich verwendet. Er wurde mit einem schaufelähnlichen Gerät aus der Torfwand heraus gestochen und in Ziegelsteinform getrocknet. Je dunkler und glänzender der Torf war, desto „fetter“ war er und desto höher war sein Brennwert. Beim Verbrennen entstanden weniger offene Flammen, dafür mehr Glut und Hitze. [3]

Einordnung
Kategorie:
Naturobjekte / Moore / Torfstiche
Zeit:
Circa 1780 bis 1850
Epoche:
Klassizismus

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.44154
lat: 50.31116
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Im Bragphenn

Internet
http://www.ormont.de/

Datenquellen
[1] Kartenaufnahme der Rheinlande durch Tranchot und von Müffling (1803 - 1820)
[2] Rita Gehendges: Naturdenkmale des Landkreises Daun. 1985. Hrsg.: Landkreis Daun.
[3] Schröder, Joachim, (1996): Brauchtumslandschaft Eifel, Band 1. Aachen

Bildquellen
Bild 1: Peter Valerius, Kordel, 2005.

Stand
Letzte Bearbeitung: 31.01.2016
Interne ID: 40521
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=40521
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