Ehemalige Tongrube Petra

Feusdorf, Gemeinde Feusdorf
Beschreibung
Im Sommer 1946 wurde im Banne Feusdorf, links der Straße nach Birgel, am kleinen Tannenwäldchen (Am Hirzberg) eine Tongrube eröffnet, um einheimischen jungen Leuten eine Verdienstmöglichkeit zu schaffen. Ein Vorarbeiter und sechs Mann waren beschäftigt, die Oberschicht abzuräumen, Die Arbeit wird im Tagebau verrichtet. Nach Angaben von Fachleuten ist der Ton sehr gut. Mit Lastautos wird der Ton, der in Blockform ausgestochen wird, nach Jünkerath verbracht, wo er in der
Jünkerather Tonfabrik verarbeitet wird. Man findet verschiedene Tönungen oder Färbungen von Ton vor: Weiß, Gelb, Rot, Braun. Bei den Arbeiten stößt man in etwa 3 m Tiefe auf eine Stelle dunklere Erde, die einst dorthin geschüttet war. Es war ganz deutlich ein sogenannter Stollen zu erkennen; es wird angenommen, dass schon früher hier Ton gegraben wurde.( Zitat aus der Schulchronik). Wie lange Ton in Feusdorf abgebaut wurde, ist nicht mit absoluter Sicherheit nachgewiesen, jedoch dürfte dies bis Anfang der 50er Jahre geschehen sein. Mit der Schließung der Jünkerather Tonfabrik endet auch der Tontagebau in der Grube Petra. [1]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Wirtschaft, Gewerbe und Verkehr / Rohstoffgewinnung und -verarbeitung
Zeit:
1946
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.61215
lat: 50.33943
Lagequalität der Koordinaten: Vermutlich
Flurname: Im Hirtenberg

Internet
http://www.feusdorf.de/

Datenquellen
[1] Hilger, Dieter: Feusdorf im Wandel der Zeiten. Auszug aus der gleichnamigen Dorfchronik, 2005.
[2] Topographische Karte von 1893.


Stand
Letzte Bearbeitung: 29.04.2000
Interne ID: 40631
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=40631
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