Barbarathermen

Trier-Süd, Stadt Trier Südallee

Beschreibung
Am östlichen Moselufer, südlich der Römerbrücke.

Beschreibung:
In der ersten Hälfte oder um die Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. wurde eine Thermenanlage errichtet, die mit einer Gesamtgröße von etwa 170 x 250 Meter damals zu den größten des römischen Reiches zählte. Ihre Ausmaße und die besonders prachtvollen, mit Marmorkopien griechischer Statuen geschmückten Nischenfassaden bezeugen die Blüte der Stadt Augusta Treverorum in dieser Zeit.
In der Mittelachse des symmetrisch angelegten Badetraktes liegen hintereinander die typischen Gebäudeteile Frigidarium (Kaltbad), Tepidarium (lauwarmes Bad) und Caldarium (Warmbad) mit marmorverkleideten Wänden und prachtvollen Wasserbecken, flankiert von Umkleideräumen und Aufenthaltssälen. Die Palaestra, der mit Säulenhallen umgebene Hof vor dem Thermengebäude, war der Ort für sportliche Übungen. Diese prächtige Anlage diente nicht nur der Körperpflege und Hygiene, sondern war auch ein wichtiger gesellschaftlicher Treffpunkt für die Bewohner der Stadt.

Da die um 300 n. Chr. begonnenen, sogenannten Kaiserthermen nicht vollendet wurden, behielt der Badekomplex an der Mosel, zusammen mit der kleineren Thermenanlage nördlich des Forums, bis zum Ende der Römerzeit seine Bedeutung für die Stadt.
Im Mittelalter diente das Thermengebäude als Wohnbau. Bis ins 17. Jahrhundert hinein standen große Bereiche aufrecht.

Faust [1]

Nach 15-jähriger Schließung sind die römischen Barbarathermen in Trier wieder für Besucher geöffnet. Über einen neuen, rund 110 Meter langen Steg kann das Ruinenareal der einst zweitgrößten Badeanlage des römischen Reiches aus zweieinhalb Metern Höhe betrachtet werden. [2]

Einordnung
Kategorie:
Archäologische Denkmale / Erholungs- und Sportstätten /
Zeit:
2. Jahrhundert nach Chr.
Epoche:
Kelten- / Römerzeit

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.629979
lat: 49.750430
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.landesmuseum-trier.de/

Datenquellen
[1] Archäologie zwischen Hunsrück und Eifel - Führer zu den Ausgrabungsstätten des Rheinischen Landesmuseums Trier. 1999. ISBN 3-923319-43-6 (Schriftenreihe des RLM Trier Nr. 15). Online-Shop: www.landesmuseum-trier-shop.de
[2] Trierischer Volksfreund vom 23.07.2015.

Bildquellen
Bild 1: © Rheinisches Landesmuseum Trier. 1999
Bild 2: © Rheinisches Landesmuseum Trier. 1999
Bild 3: http://www.phil.uni-erlangen.de/~p1altar/photo_html/topographie/deutschland/ebene3.html
Bild 4: http://www.eisenberg.de/index.htm
Bild 5: http://www.flickr.com/photos/libaer2002/

Stand
Letzte Bearbeitung: 10.08.2015
Interne ID: 44
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=44
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