Spätrömische Befestigung

Bitburg, Stadt Bitburg Schrodengasse
Beschreibung
Auf der Anhöhe des heutigen Stadtkerns

Beschreibung:
Die an der römischen Fernstraße Trier - Köln um 10 n. Chr. entstandene Straßenstation BEDA entwickelte sich im Laufe des 2. und 3. Jahrhunderts n. Chr. zu einer größeren Ansiedlung (vicus). Allerdings fiel sie, wie die meisten Städte und Dörfer des Rheinlandes, den verheerenden Germaneneinfällen des letzten Drittels des 3. Jahrhunderts n. Chr. zum Opfer. Im Kernbereich des ehemaligen Vicus errichtete man um 340 eine im Grundriss ovale Befestigung (Kastell) mit rund 3,80 Meter starken Mauern, zwei Toren und 13 Rundtürmen, die aufgrund der Grabungsbefunde eine kontinuierliche Besiedlung von der Spätantike bis über das frühe Mittelalter hinaus vermuten lässt.
Ein archäologischer Rundweg erschließt, beginnend am Rathaus, an 16 Stationen die noch sichtbaren Mauerreste des spätantiken Kastells, die teils im römischen Originalzustand, teils in ihrer mittelalterlichen Umbildung erhalten sind (Stationen 5-10 und 13-16). Sie vermitteln einen guten Eindruck vom Aufbau einer spätantiken Straßenstation, auf die die baulichen Strukturen der oberen Altstadt noch immer Rücksicht nehmen. Daneben umfassen die insgesamt 16, durch Hinweistafeln gekennzeichneten Stationen auch die wenigen Reste des Vicus Beda, wobei dieser Zeitabschnitt vor allem durch Abgüsse der wichtigsten in Bitburg entdeckten Skulpturen, Reliefs und Inschriften dokumentiert wird (Station 2, 4, 11, 12). Ergänzt wird der Rundweg durch ein im Erdgeschoss des Rathauses ausgestelltes Modell des spätantiken Kastells.

Gilles

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Wehrbauten und militärische Anlagen / Stadtbefestigungen
Zeit:
2. Viertel 4.-5. Jahrhundert nach Chr.
Epoche:
Kelten- / Römerzeit

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.525402
lat: 49.974455
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.landesmuseum-trier.de/

Datenquellen
Archäologie zwischen Hunsrück und Eifel - Führer zu den Ausgrabungsstätten des Rheinischen Landesmuseums Trier. 1999. ISBN 3-923319-43-6 (Schriftenreihe des RLM Trier Nr. 15). Online-Shop: www.landesmuseum-trier-shop.de

Bildquellen
Bild 1: © Busch, Bezirksregierung Trier. 1999
Bild 2: © Rheinisches Landesmuseum Trier. 1999

Stand
Letzte Bearbeitung: 05.06.2000
Interne ID: 453
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=453
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