Wüstung Burscheid

Landscheid, Gemeinde Landscheid
Beschreibung
1268 schenkt die Witwe Gerhards von Gegene dem Kloster Himmerod u.a. ihre Güter zu Burscheid. Bei der genannten Burg handelt es sich wohl um den Ringwall Burscheider Mauer. Er könnte im Mittelalter wieder als Burg genutzt worden sein. [1]

Vorgeschichtlicher Ringwall.
Auf einem Bergvorsprung, etwa 90 Meter über dem Kailbach, liegt 4 Kilometer wnw. von Landscheid ein unter dem Namen Burscheider Mauer bekannter und schon seit langem in der Literatur beachteter Ringabschnittswall in Form einer Ellipse, gut erhalten. Die Längsachse ist von Norden nach Süden gerichtet und mißt etwa 200 Meter bei 150 Meter größtem Breitendurchmesser. Die Breite des Walles selbst (harter Sandstein) beträgt im Nordosten, der Angriffsseite, noch 4 bis 5 Meter bei 2 bis 3 Meter Höhe; der vorgelegte Graben ist bis zu 3 Meter tief und 5 Meter breit. Kleiner ist der Wall dort, wo er um die Kuppe zieht. Niedrige Steinwälle liegen auf der dem Kailbach abgewandten Seite des Hauptwerkes, und zwar etwa 900 Meter südö. davon ein Wall von 300 Meter und im Nordosten einer von fast 500 Meter Länge, der von Westen nach Osten zieht. [2]

Einordnung
Kategorie:
Archäologische Denkmale / Siedlungswesen / Wüstungen
Zeit:
Circa 1100 bis circa 1500
Epoche:
Gotik

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.719090
lat: 49.998598
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Landscheider Überbüsch

Internet
http://www.landscheid.de/

Datenquellen
[1] Janssen, W.: Studien zur Wüstungsfrage im fränkischen Altsiedelland zwischen Rhein, Mosel und Eifelnordrand. 2 Bände. Text u. Katalog, 1975.
[2] Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz; Band Kreis Wittlich; Düsseldorf 1934.

Bildquellen
Bild 1: Google Earth
Bild 2: Google Earth

Stand
Letzte Bearbeitung: 03.12.2007
Interne ID: 4749
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=4749
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