Ehemaliges Kloster

Mürlenbach, Gemeinde Mürlenbach Birresborner Straße 21
Beschreibung
In den acht Jahrzehnten seines Bestehens wurde die wechselvolle Geschichte des Don-Bosco-Hauses maßgeblich von dem Wirken seiner Ordensschwestern geprägt. Deren segensreiche Tätigkeiten im Dienste Gottes und für die Menschen sollen durch diesen Beitrag gewürdigt und vor der Vergessenheit bewahrt werden.

Das Don-Bosco-Haus wurde 1930 als Exerzitienhaus und Erholungsheim gegründet. Es beherbergte zeitweise den Kindergarten, war Aufnahmestelle für Alte und Hilflose und für Kriegsgeschädigte; es wurden Näh- und Kochkurse abgehalten, und viele Jahre - bis zur Schließung am 30. Juni 2005 – war es ein Alten- und Pflegeheim.

Leider liegen aus der Anfangszeit nicht viele Informationen vor. Hubert J. Müller schreibt 1932: "Der Freund und Führer der katholischen Jugend, Prälat Anheier, erwarb im Jahre 1930 die hart am Irbelsborn gelegene Villa Krumpen und richtete hier das Exerzitienhaus "Don Bosco" ein, das sich in der ganzen Eifel besonderer Beliebtheit erfreut und in der kurzen Zeit seines Bestehens schon große segensreiche Erfolge zu verzeichnen hat. Die Leitung des Hauses untersteht Schwestern aus der Kongregation der christlichen Lehre. Von Frühjahr bis Herbst können erholungsbedürftige Mädchen, Frauen und Kinder zu mäßigen Pensionspreisen Unterkunft finden. Außerdem finden im Don-Bosco-Hause Bildungs-, Näh- u. Kochkurse u.s.w. statt, auch wird Krankenpflege übernommen. Den Jungmännern stehen zu Vereinszwecken, Jugendtagungen u.s.w. geräumige Zimmer zur Verfügung".

Der Verfasser konnte nicht ahnen, dass bereits 1932 die Kongregation der Schwestern von der christlichen Lehre (Schulschwestern von Luxemburg) das Haus aufgab. Noch im gleichen Jahre übernahmen es Schwestern der Kongregation der Schwestern der heiligen Elisabeth von Luxemburg, die bis heute dem Haus und Mürlenbach die Treue halten. [...]

1939 mussten die Schwestern dem Militär das Haus überlassen. Das Haus war beschlagnahmt worden, die Schwestern wurden auf andere ihrer Häuser verteilt. Aber bereits 1942 durften sie zurück, um sich schweren Aufgaben in der Pflege alter und hilfloser Frauen zu widmen, die wegen des Krieges und der zunehmenden Bombenangriffe vom Irminenstift in Trier nach Mürlenbach verlegt worden waren. Als sich die Fronten näherten, wurden diese entwurzelten Menschen mit einigen Schwestern nach Salzig gebracht. Nach Ende des Krieges kehrten sie zurück, und die Schwestern machten sich mit Mut und Gottvertrauen an einen Neubeginn.

Einwohner, deren Häuser durch Kriegseinwirkung zerstört oder unbewohnbar geworden waren, fanden Aufnahme im Don-Bosco-Haus.

Mehr als sechs Jahrzehnte hindurch wurden hier alte und kranke Menschen liebevoll betreut. Am 30. Juni 2005 endete diese segensreiche Zeit mit der Schließung des Alten- und Pflegeheimes. [1]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Klosteranlagen
Zeit:
1930
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.60500
lat: 50.15344
Lagequalität der Koordinaten: Ortslage
Flurname: Auf dem Irbelsseifen

Internet
http://www.muerlenbach.de/

Datenquellen
[1] Ernst Becker: Die Schwestern des Don-Bosco-Hauses Mürlenbach http://www.muerlenbach.de/neu/pages/geschichten_text.asp?wert=22


Stand
Letzte Bearbeitung: 24.07.2018
Interne ID: 47883
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=47883
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