Weinfelder Kirche - Historische Aufnahmen

Weinfeld, Gemeinde Schalkenmehren
Beschreibung
Wo jetzt die Kirche steht, mag ehedem eine römische Kultstätte gestanden haben oder eine römische Villa mit Badegelegenheit am Maar. Ihre Fundamente weisen deutlich römische Spuren auf. Sicher gehört sie zu den ältesten christlichen Kirchen der Eifel.
Sie war Pfarrkirche des Dorfes Weinfeld bis zum Jahre 1562, als Pastor Peter von Mehren als letzter hinunter nach Schalkenmehren zog. Die Weinfelder Kirche blieb aber weiterhin Pfarrkirche und alle Sakramente wurden hier gespendet, bis zum Jahre 1726.
1803 wurde dann Schalkenmehren eigene Pfarrei. Aber an den Sonntagen von Ostern bis Pfingsten wurde weiterhin in Weinfeld der Sonntagsgottesdienst gehalten.
1807 wurde vom Bischof in Trier empfohlen, die Weinfelder Kirche abzubrechen und das Baumaterial zur Ausbesserung der Schalkenmehrener Kirche zu verwenden. Aber die Schalkenmehrener bauten auf eigene Kosten und unter großen Opfern eine neue Kirche. Daher konnten sie sich kaum noch um Weinfeld kümmern, die Kirche zerfiel und glich einer Ruine. Was dazu führte, daß die Schalkenmehrener polizeilich aufgefordert wurden, die Kirche wieder herzustellen oder abzureißen.
Pastor Johann Konter nahm den Aufbau in die Hand und rettete durch Sammelaktionen in der Bevölkrung die altehrwürdige Kirche. Am 27. September 1887 konnte die feierliche Wiedereinsegnung stattfinden. Eine Marmortafel in der Kirche und sein Grabstein halten das Andenken von Pfarrer Konter noch heute wach.
Leider sind die wunderschönen Altäre dem bilderstürmenden Zeitgeist zum Opfer gefallen. Nur noch das Gnadenbild ist heute in der Pfarrkirche Schalkenmehren zu sehen. [3]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Kapellen
Zeit:
1044
Epoche:
Frühmittelalter / Romanik

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.849118
lat: 50.179053
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Kirchhof am Totenmaar

Internet
http://www.schalkenmehren.de/

Datenquellen
[1] Homepage der Ortsgemeinde Schalkenmehren.

Bildquellen
Bild 1: Sammlung Heinz Schäfer, 2019.
Bild 2: Sammlung Heinz Schäfer, 2019.
Bild 3: Sammlung Heinz Schäfer, 2019.
Bild 4: Sammlung Heinz Schäfer, 2019.

Stand
Letzte Bearbeitung: 05.03.2019
Interne ID: 48114
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=48114
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