Burgwall auf dem Moosberg

Prosterath, Gemeinde Beuren (Hochwald)
Beschreibung
Der Moosberg bei Prosterath, im Volksmund „Schemericher Heck“, Schönberger Hecke, genannt. [1]

Im Jahre des Herrn 1284 am Festtag des hl. Johannes des Täufers wurde unter den Herren Vögten von Hunolstein, dem Herrn Nicolaus einerseits und dem Herrn Johann, seinem Bruder andererseits eine Teilung des Dorfes Prosterath vorgenommen. Das ist der eine Teil: Rodolfus zur Quelle, Ludwig, Johannes, Heinrich genannt Meleman, Konrad, Gobelo, Heinrich Sohn des Hyde, Emecho der Meier, Werner, Reiner, ebenso die Erbschaft eines gewissen Heinrich, genannt, Hymmenroder, ebenso die Erbschaft, die der Meier kaufte, ebenso die Erbschaft des Walter von Wilzeroth. Man muss wissen, daß dieser Teil durch die Teilung dem Herrn Vogt Johann zufällt und in diesem Besitz, in dem die vorgenannten Menschen vom heutigen Tag an mit all ihrem Zubehör leben, der Herr Johann und seine Erben immerwährend verbleiben werden und die nicht besessene Erbschaft in ähnlicher Weise besitzen werden. Der Burgberg nahe bei Prosterath mit seinem Zugehör ist gemeinsamer Besitz. Diese Teilung wurde vollzogen durch Vermittlung der vornehmen Männer, des Herrn B., durch Gottes Gnade Vorgesetzter der Trierer Kirche oder Archidiakon dieses Ortes, des Herrn W., genannt Bossel und des Herrn Bertram von Wadehugen.
Ebenso fällt bei der Teilung in Lenzurn dem Herrn Vogt Johann zu Hermann, Sohn des Gerlach, Johann, sein Bruder, Peter, Konrad, genannt Morscheider, ConcL, Sohn des Hirmegard, Heinrich, Plifeneyre, Heinrich und die Erbschaft in Wilzeroth, die Elisabeth besitzt, Abelo von Veldenz. Der bei Swippele gelegene Wald, der siebte Teil des Herrn Heinrich jenseits des Waldes, der Ort der Mühle, die Abgaben, die Hühner, die besseren Stücke Vieh und das, was im Volksmund Frondayge genannt wird, das alles ist Gemeineigentum. Die rechtlich erworbenen Güter werden im früheren Verhältnis verbleiben. Die durch Rechtsanspruch eines Pfandes gebundenen Güter werden daher von jenem hierauf erlöst, die sie gebunden haben oder durch jene, die man Erben nennt oder durch den Herrn. [2]

Eine alte Merkwürdigkeit ist die südwestlich vom Orte im Walde auf einer Bergkoppe sich befindliche sogenannte „Ringmauer“. [3]

Einordnung
Kategorie:
Archäologische Denkmale / Befestigungen /
Zeit:
Undatiert
Epoche:
Undatiert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.916727
lat: 49.744733
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Am Steckenwäldchen

Internet
http://www.landesmuseum-trier.de

Datenquellen
[1] Helmut Schuh, Horath, 2020.
[2] Teilzettel über das, was dem Johann Vogt von Hunolstein zu Prosterath und Lenzurn in der Teilung mit seinem Bruder Nicolaus zugefallen ist. 1284 August 29.
[3] Geschichtliche und zeitnahe Bestandsaufnahme 1870 – 1878 durch Lehrer Wilhelm Krämer und weitere Aufzeichnungen in der Dorf und Schulchronik durch die jeweiligen Schulleiter in der zeitnahen Schreibweise und Rechtschreibung.
[4] Funde und Ausgrabungen im Bezirk Trier. Heft 50 - 2018. Rheinisches Landesmuseum Trier. Darin: Hans Nortmann
Der Moosberg bei Prosterath, Kreis Trier-Saarburg. Ein neuentdeckter Burgwall. http://www.landesmuseum-trier-shop.de/produkte/7596311/

Bildquellen
Bild 1: © Helmut Schuh, Horath, 2020.
Bild 2: © Helmut Schuh, Horath, 2020.

Stand
Letzte Bearbeitung: 04.05.2020
Interne ID: 48316
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=48316
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