Buerberg - Zisterne

Schutz, Gemeinde Schutz
Beschreibung
Über die gesamte, nach Nordosten geneigte Gipfelfläche haben sich Spuren von mehr als 13, stufenförmig angelegten Felskammern mit nahezu senkrechten Wänden, waagrecht ausgehobenen Böden, vereinzelten Nischen sowie Schlitzen und Pfostengruben zur Aufnahme von Ständerpfosten oder Deckbalken erhalten. Die einzelnen Kammern erreichen durchschnittlich eine Länge von 4 m, eine Breite von 3,5 m und eine Höhe von mehr als 3 m, so dass sie wie jene auf der Entersburg bei Hontheim (Kreis Bernkastel-Wittlich) vom Rhein. Landesmuseum Trier in den Jahren 1978 und 1979 untersuchten spätrömischen Felskammern offenbar mehrgeschossig waren. Während die tiefer gelegenen Kammern weitgehend verschüttet sind, vermitteln derzeit nur die teilweise abgebrochenen und in die Tiefe gestürzten Räume der obersten Terrasse (vgl. Abb.) einen Eindruck von der ursprünglich recht dichten Bebauung der Bergkuppe. Die Kammern selbst umgab eine gemörtelte Umwehrung, die allerdings im Laufe der letzten Jahrhunderte ausgebeutet wurde, sodass sich ihr Verlauf nur noch anhand von Mörtelkonzentrationen verfolgen lässt. Verschleppte Steine mit Mörtelspuren aus dem tiefer gelegenen Hang lassen auf Buntsandstein, Grauwacke und Schiefer als Baumaterial schließen. In der Nordwestecke der ummauerten Siedlungsfläche ist heute noch eine in den Fels gehauene, etwa kreisrunde Zisterne von 2 m Durchmesser sichtbar. Sie war bereits im letzten Jahrhundert ausgehoben und bis zu einer Tiefe von 2,5 m wieder zugeschüttet worden. [1]

Einordnung
Kategorie:
Archäologische Denkmale / Befestigungen / Höhenrandburgen
Zeit:
Undatiert
Epoche:
Undatiert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.752569
lat: 50.133528
Lagequalität der Koordinaten: Vermutlich
Flurname: Buerberg

Internet
https://www.heimatjahrbuch-vulkaneifel.de/

Datenquellen
[1] Dr. Karl-Josef Gilles, Trier: Der Burberg bei Schutz. In: Heimatjahrbuch Landkreis Vulkaneifel 1984. https://www.heimatjahrbuch-vulkaneifel.de/

Bildquellen
Bild 1: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2019.
Bild 2: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2019.

Stand
Letzte Bearbeitung: 30.09.2019
Interne ID: 48498
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=48498
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