Lavablockfeld

Dockweiler, Gemeinde Dockweiler
Beschreibung
Dockweiler - Dorf auf dem Lavastrom

Die Aktivitäten der Eifeler Vulkane haben in der Regel Aufschüttungen hervorgebracht, an deren Hängen die Lava erkaltete und erstarrte. Weniger bekannt sind Lavaströme. Der Dockweiler Lavastrom ist einer der interessantesten, denn er weist die Besonderheit auf, dass das Dorf auf seinem Rücken erbaut ist. Auch in der Wissenschaft hat die Eigenart dieses Lavastromes Interesse geweckt. Der Ausbruch des Dock weil er Lavastromes wird in der Gemarkung "In der Eyd" angenommen, westnordwestlich des Eselsberges beziehungsweise vom westlich von ihm gelegenen Hangelberg. Der Lavastrom fließt etwa drei Kilometer in nordöstlicher Richtung und endet in der Flur "Steinlei" vor dem Dorf Dreis. Das Alter des Lavastromes wird auf etwa 100 000 Jahre angenommen. Der Strom fließt von einer Höhenlage um 600 Meiern hinab zur Höhe von etwa 500 Metern.

Wir können am Lavastrom drei Teile unterscheiden. Der obere Teil des Stromes ist von der Gemarkung "In der Eyd" an bis zum heutigen Eisenbahngelände mit fruchtbarem Boden bedeckt.

Der mittlere Teil des Stromes liegt ab Eisenbahngelände bis unterhalb der Kreuzung Hauptstraße und Neustraße offen, wie sehr gut am "Steigerturm" und im "Felsenwald" zu erkennen ist. Man kann hier noch etwas von der Urkraft ahnen, wie die Lava beim Erkalten in Brocken auseinanderbrach und erstarrte. So entstand das Blocklavafeld. Da dieser Teil ein Waldgebiet ist, wurde sein Zustand bis heute erhalten. Auch in der "Holl" bis zum "Borren" hin ist diese offen liegende Lava an manchen Steilen zu sehen.

Der untere Teil dieses Lavastromes von der Kreuzung Hauptstraße und Gerolsteiner Straße ab, also an der Stelle, die selbst im Ort den Namen "Die Kreuzung" trägt, bis zur Steinlei ist mit Tuffgestein bedeckt. Es stammt vom Ausbruch des Dreiser Weihers, eines nördlich gelegenen Maares.
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[P. Dr, Herbert Schneider OFM. Rom/Dockweiler
http://www.jahrbuch-vulkaneifel.de/VT/hjb1996/hjb1996.67.htm]

Einordnung
Kategorie:
Naturobjekte / Felsen /
Zeit:
16.04.1938 (Unterschutzstellung)
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.779570
lat: 50.248293
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Der Felswald

Internet
http://www.dockweiler-web.de/

Datenquellen
- Rita Gehendges: Naturdenkmale des Landkreises Daun. 1985. Hrsg.: Landkreis Daun.
- P. Dr, Herbert Schneider OFM. Rom/Dockweiler http://www.jahrbuch-vulkaneifel.de/VT/hjb1996/hjb1996.67.htm

Bildquellen
Bild 1: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2012.
Bild 2: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2012.
Bild 3: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2012.
Bild 4: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2012.
Bild 5: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2012.

Stand
Letzte Bearbeitung: 13.01.2012
Interne ID: 4920
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=4920
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