Lourdesgrotte am Prümer Krankenhaus

Prüm, Stadt Prüm Kalvarienberg 4
Beschreibung
Die Lourdesgrotte am Prümer Krankenhaus

Von Michael Fischer und Manfred Sohns

Am Rande der Stadt Prüm, unterhalb des Sankt Joseph-Krankenhauses, am Fußweg zur Kalvarienbergkapelle, steht eine Lourdesgrotte. Diese hat eine interessante Geschichte hinter sich, die dankenswerterweise durch die Bereitstellung von Chronikauszügen des Krankenhauses seitens der Kaufmännischen Direktion neu beleuchtet werden kann.

Die Lourdesgrotte wurde um das Jahr 1900 im Garten des alten Krankenhauses in der Tiergartenstraße erbaut. Die Madonna soll den Ordensschwestern von einer Schülerin des Krankenhauses gestiftet worden sein. Dort überstand sie die guten und schlechten Zeiten, insbesondere die beiden Weltkriege und die große Explosionskatastrophe am 15. Juli 1949 auf dem Kalvarienberg. Nach dem Neubau des Krankenhauses dorthin neben dem großen Krater sollte auch die Grotte mit der Madonna an der Seite der Klinik verbleiben.

Auf Initiative des damaligen Verwaltungsleiters Heiko Will trugen Franz Schun, Peter Ehlen und weitere Helfer in mühevoller Kleinarbeit alle Steine der Lourdesgrotte einzeln ab und brachten sie zum neuen Standort. Dort bauten sie das kleine Prümer Heiligtum originalgetreu wieder auf. Die Marienstatue wurde instandgesetzt und wieder in die Grotte gestellt.

Die Einweihung der Lourdesgrotte fand unter Teilnahme der Prümer Bevölkerung im Jahr 1985 statt, und zwar am Fest Mariä Himmelfahrt (15. August). Die Weihehandlung vollzog Pater Leo Proske MSF. Er gehörte dem Orden der Missionare von der Heiligen Familie an und war von 1970 bis zu seinem Tod 1985 Hausgeistlicher im Altersheim sowie im Krankenhaus Prüm. [1]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Mariengrotten
Zeit:
1985
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.410567
lat: 50.211080
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Am Kalvarienberg

Internet
http://www.pruem.de/

Datenquellen
[1] Michael Fischer, Malberg/Waxweileund Manfred Sohns.

Bildquellen
Bild 1: © Michael Fischer, Malberg/Waxweiler, 2020.
Bild 2: © Michael Fischer, Malberg/Waxweiler, 2020.

Stand
Letzte Bearbeitung: 26.09.2021
Interne ID: 50208
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=50208
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