Johann-Eck-Straße

Tarforst, Stadt Trier Johann-Eck-Straße

Beschreibung
Die Johann-Eck-Straße liegt im Trierer Stadtteil Tarforst. Sie beginnt an der Nikolaus-Mommer-Straße und endet an der Karl-Carstens-Straße. Sie liegt auf einer Höhe von 272 m über NHN und ist 180 m lang. Wie im Neubaugebiet BU 11 (Neu Tarforst) gewollt, sind einseitig Reihenhäuser und auf der anderen Straßenseite frei geplante Einfamilienhäuser 2003 entstanden.

Mit der Namensgebung ehrt die Stadt Trier Johannes Eck, der eigentlich Johannes von Eck heißt, lat. auch "de acie". Er stammt aus einer alten Trierischen Familie "von der Ecken", die ihr Stammhaus "zur Ecken" auf der Weberbach hatte. Er ist wohl um 1470 in Trier geboren und starb am 2.12.1524 in Esslingen/Neckar. Sein Studium führte er 1502 in Bologna durch und promovierte 1505 in Siena zum Dr. jur utr. (d.h. beider Rechte). Ab 1506 wurde er in den Statuten der juristischen Fakultät der Uni Trier als Professor geführt. Er war auch Priester und ist urkundlich als Pfarrer von Sankt Gangolf erwähnt. Außerdem war er Offizial (Leiter des Kirchengerichtes) im Bistum Trier. [2] In dieser Eigenschaft begleitete er den Churfürsten 1521 zum Reichstag nach Worms. Dort stand er dem Churfürsten zur Seite und war vom Kaiser ernannter Sprecher Luther gegenüber. Es gab zu dieser Zeit noch einen berühmten Johannes Eck er war Professor in Ingolstadt, aber nicht auf dem Reichstag. Auch er war Gegner Luthers ist aber mit unserem nicht zu verwechseln. Luther hatte schon im Vorfeld des Reichstages gesagt, dass er nicht widerrufen werde. Von Eck vor dem Kaiser zu seinen Schriften und Thesen befragt, gab er seine Antwort, dass er nicht widerrufen könne, was in der heiligen Schrift stehe und endete mit dem berühmt gewordenen Satz: "Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mit. Amen" [3]

Um 1516 gründete er die Bruderschaft des heiligen Fiakrius, der heiligen Anna, Barbara und Katharina. Die Bruderschaft hatte ihren Versammlungsort in der Gangolfskirche. [4]

1521 versuchte er im Auftrag seines Churfürsten in Brüssel den Streit zwischen Karl V. und dem französischen König Franz I. zu vermittelt, was ihm aber nicht gelang. [1]

Weil Churfürst Richard von Greiffenklau auf dem Wormser Reichstag gegen die Neuerungen war, benutzte Franz von Sickingen das, um 1522 die Stadt Trier im sogenannten Pfaffenkrieg anzugreifen. Um ihm keine Deckung vor der Stadt zu überlassen, wurde das Kloster Sankt Maximin geräumt und die Mauern zum Teil niedergelegt. Wegen der Zerstörungen durch Stadt und Churfürst verklagte die Abtei diese vor dem Reichskammergericht in Esslingen/Neckar auf Entschädigung. Johann von Eck vertrat bei der Verhandlung die Stadt und den Churfürsten. Hierbei verstarb er am 2.12.1524 plötzlich. [1]

Einordnung
Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Straßennamen
Zeit:
2003
Epoche:
21. Jahrhundert

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.694122
lat: 49.736086
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-Tarforst

Datenquellen
Bearbeitung: Jürgen Bier, Trier, 2021.
[2] Wikipedia
[3] Geschichte des Erzstiftes Trier, Marx,1858
[4] Trierer theol. Studien, 1941

Bildquellen
Bild 1: © Jürgen Bier, Trier, 2021.

Stand
Letzte Bearbeitung: 17.09.2021
Interne ID: 51278
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=51278
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