Sogenannter Alter Moselkran

Mitte-Gartenfeld, Stadt Trier Krahnenufer
Beschreibung
Nach einem 1413 mit der Stadt abgeschlossenen Vertrag durch den Schiffsmann Gobel und seine Ehefrau Margarete Trierer Bürger und Pächter des hölzernen Schiffskrans, errichtet. Der vertraglich auf einem hohen, gemauerten Unterbau zu errichtende niuwe Cranen mit allem Werck, der nach dem Tod des Bauherren-Sohnes zum städtischen Eigentum bestimmt war, wurde als Tretradkran mit ursprünglich nur einem Ausleger erbaut. Spätestens 1465 in städtischem Besitz und um 1630 umgebaut, erhielt das Hebewerk 1778 einen zweiten Ausleger. 1944 am Außenbau und am Tretwerk kriegsbeschädigt, wurde der bereits 1910 stillgelegte Kran 1950/51 wiederhergestellt, 1992 wurden die Ausleger erneuert.

Der zylindrische, verputzte Baukörper trägt ein drehbares Kegeldach. Vermutlich nachträglich angebaut wurde ein kleiner, als Werkstatt dienender Anbau mit offener Feuerstelle, Der alte Trierer Landkran ist mit seinem intakt erhaltenen, drehbaren Hebewerk, das durch Verschleiß teilerneuert werden mußte, ein überregional bedeutendes, kulturtechnisches Denkmal. Im ehemals deutschsprachigen Raum zählt er neben dem Danziger Krantor zu den ältesten Tretradkranen - einem Bautyp, der noch im 18. Jahrhundert starke Verbreitung fand. [1]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Technische Bauten und Industrieanlagen / Schifffahrt
Zeit:
1413
Epoche:
Gotik

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.629065
lat: 49.756282
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-Mitte/Gartenfeld

Datenquellen
[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 17.1 Stadt Trier - Altstadt. Wernersche Verlagsgesellschaft mbH, Worms. ISBN 3-88462-171-8 (1. Auflage 2001)

Bildquellen
Bild 1: Ansichtskarte von 1926
Bild 2: Ansichtskarte, undatiert
Bild 3: http://www.uni-trier.de/trier/moselkran.html
Bild 4: Holzschnitt: Hans Pape, Münster. 1954

Stand
Letzte Bearbeitung: 21.01.2010
Interne ID: 5321
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=5321
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