Ringwall Burgscheider Mauer (1)

Landscheid, Gemeinde Landscheid
Beschreibung
Auf einem Bergvorsprung, etwa 90 Meter über dem Kailbach, liegt 4 Kilometer wnw. von Landscheid ein unter dem Namen Burscheider Mauer bekannter und schon seit langem in der Literatur beachteter Ringabschnittswall in Form einer Ellipse, gut erhalten. Die Längsachse ist von Norden nach Süden gerichtet und mißt etwa 200 Meter bei 150 Meter größtem Breitendurchmesser. Die Breite des Walles selbst (harter Sandstein) beträgt im Nordosten, der Angriffsseite, noch 4 bis 5 Meter bei 2 bis 3 Meter Höhe; der vorgelegte Graben ist bis zu 3 Meter tief und 5 Meter breit. Kleiner ist der Wall dort, wo er um die Kuppe zieht. Niedrige Steinwälle liegen auf der dem Kailbach abgewandten Seite des Hauptwerkes, und zwar etwa 900 Meter südö. davon ein Wall von 300 Meter und im Nordosten einer von fast 500 Meter Länge, der von Westen nach Osten zieht.
(Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz; Band Kreis Wittlich; Düsseldorf 1934.)

1268 schenkt die Witwe Gerhards von Gegene dem Kloster Himmerod u.a. ihre Güter zu Burscheid. Bei der genannten Burg handelt es sich wohl um den Ringwall Burscheider Mauer. Er könnte im Mittelalter wieder als Burg genutzt worden sein.
(W. Janssen: Studien zur Wüstungsfrage. 1975)

Einordnung
Kategorie:
Archäologische Denkmale / Befestigungen / Ringwälle
Zeit:
Circa 1100 bis circa 1500
Epoche:
Gotik

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.721140
lat: 49.998567
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Landscheider Überbüsch

Internet
http://www.landscheid.de/

Datenquellen
W. Janssen: Studien zur Wüstungsfrage. 1975 und Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz; Band Kreis Wittlich; Düsseldorf 1934. und Wanderkarten im Maßstab1:50.000 und 1:25.000

Bildquellen
Bild 1: © Klaus Moll. Kreisjahrbuch Bernkastel-Wittlich 2002

Stand
Letzte Bearbeitung: 17.10.2002
Interne ID: 5330
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=5330
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