Schloss Bollendorf

Bollendorf, Gemeinde Bollendorf Burgstraße 7
Beschreibung
Ehemalige Sommerresidenz der Äbte von Echternach, barocke Anlage über Resten einer mittelalterlichen Wasserburg (Hauptgebäude, nördlicher Teil bezeichnet 1619, Mittelrisalit und südlicher Teil bezeichnet 1739, gleichzeitig die Nebengebäude; Hof und ehemalige Stallungen, Hofmauer mit Torfahrt bezeichnet 1776; Turmruine; Barockgarten, 1768 angelegt, Pavillon mit Mansardwalmdach, Galerie und Treppe zur Straße 19. Jahrhundert, zwei Teiche, 1777). [1]

Von dem mittelalterlichen Vorgängerbau sind nur die Ringmauer und die Reste eines runden Turmes erhalten. Der Turm sitzt mit seinem Fundament auf den Felsen; er ist sorgfältig gemauert und zeigt drei T-förmig gestaltete Schießscharten.
Die Südwest-Ecke wurde 1619 vom Echternacher Abt Peter Richardt zum Wohnhaus ausgebaut. Eine kreisrunde Wendeltreppe führt durch alle Stockwerke.
Der Abt Gregorius Schouppen erweiterte und veränderte das Gebäude 1739. Vor die Mitte der Hoffront legte er den vorgezogenen Mittelbau mit dem Hauptportal. Dieser Mitteltrakt umschließt die ältere Wendeltreppe. Hinter diesem Bau waren die Räume des Abtes. Das große Treppenhaus ist restauriert, die kreisrunde Treppe begehbar. Die ehemaligen Abträume sind renoviert. Daneben befindet sich ein rippenlos kreuzgewölbter Raum. Die Rückwand der dem Haupthaus gegenüberliegenden ehemaligen Wirtschaftsgebäude wird von der älteren Ringmauer gebildet.
Das Portal mit dem schmiedeeisernen Gitter, durch welches man heute die Burg betritt, trägt die Jahreszahl 1776.

Im heute gastronomisch genutzten Keller sind zwei reliefierte beziehungsweise mit Inschriften versehene Blöcke eines römischen Grabdenkmals vermauert. Dargestellt ist ein Fischer; die wenigen Buchstaben der Inschrift lassen leider keine Rekonstruktion des Namens zu.
Übernommen wurden die Gebäude - das Haupthaus als Ruine ohne Dach - in den 70er Jahren von der Familie Freundt, die den Komplex restaurierte. Der Außenverputz der Burg wurde nach Originalresten rekonstruiert.
Der Garten ist in Privatbesitz und nicht zugänglich.
Die Burg wird heute als Hotel- und Gaststättenbetrieb genutzt.
Besichtigungen des Inneren sind nach Voranmeldung möglich. [2]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Wehrbauten und militärische Anlagen / Burgen
Zeit:
1619
Epoche:
Renaissance

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.367701
lat: 49.849392
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.bollendorf.de/

Datenquellen
[1] Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2010.
[2] Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2004. www.irrel.de

Bildquellen
Bild 1: © Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2004. www.irrel.de
Bild 2: © Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2004. www.irrel.de
Bild 3: © Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2004. www.irrel.de
Bild 4: © Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2004. www.irrel.de
Bild 5: © Lothar Monshausen, Fotostream http://www.flickr.com/photos/lomo56/tags/meteorite/
Bild 6: © Lothar Monshausen, Fotostream http://www.flickr.com/photos/lomo56/tags/meteorite/

Stand
Letzte Bearbeitung: 15.06.2012
Interne ID: 564
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=564
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