Hexentanzplatz auf der Hetzerather Heide

Hochkreuz, Gemeinde Föhren
Beschreibung
Auf dem Heidkopf 217,6 Meter über Normal-Null.

... In ihren Aussagen gaben die Angeklagten die Plätze an, wo sie sich getroffen haben sollten, um sich für ihre üblen Taten zu verabreden. Sehr häufig wird die Hetzerather Heide als Hexentanzplatz genannt.

Aufgrund verschiedener Angaben (Kreuz, hoher Grenzstein) darf man annehmen, dass das Heidenköpfchen bei Hochkreuz gemeint ist. Von hier aus hat man einen guten Blick auf Trier, aber auch auf Klausen. Zudem stand hier ein weit aus der Erde ragender Grenzstein, der bis zur Flurbereinigung die Grenze zwischen Föhren und Schweich markierte. Noch um 1700 wurde die Kapelle auf Hochkreuz als Kapelle auf der Hetzerather Heide bezeichnet. Sie liegt ja nicht weit vom Heidenköpfchen entfernt.

In den Föhrener Prozessen werden noch 2 Versammlungsorte in der Nähe des Dorfes erwähnt. Webers Maria bekannte auch in Irnbach hinder dem Kirmes Wasen gewesen zu sein. Der 2. Ort wurde ganz am Anfang dieses Aufsatzes erwähnt. Er lag bei Nickels Kreuz. Die Nachbarflur heißt noch heute bei Kirsten Eichbaum.
Diese beiden Plätze werden nur jeweils einmal genannt, während die Hetzerather Heide sehr häufig als Tanzplatz bezeichnet wird. Man darf hier aber nicht übersehen, dass die Versammlungen nicht wirklich stattfanden, sondern in der genannten Form nur in der Phantasie der Menschen existierten. [1]

Einordnung
Kategorie:
Geschichte / Rechtsdenkmale / Hexenverfolgung
Zeit:
Um 1590
Epoche:
Renaissance

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.784894
lat: 49.852881
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: In Ortfeld

Internet
http://www.fiehr.de/

Datenquellen
[1] Föhrener Hexenprozesse von K. J. Tonner (Auszug) in http://www.fiehr.de/

Bildquellen
Bild 1: 200 Jahre Weinkultur an Mosel-Saar-Ruwer. Rhein. Landesmuseum Trier 1987
Bild 2: 200 Jahre Weinkultur an Mosel-Saar-Ruwer. Rhein. Landesmuseum Trier 1987

Stand
Letzte Bearbeitung: 03.02.2003
Interne ID: 6351
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=6351
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