Römische Kiesgrube Eurener Maar

Euren, Stadt Trier Ellenweg
Beschreibung
Götter, Gräber und Gehenkte

Euren ist ein hochkarätiger Schauplatz der Trierer Spätantike und liefert ein trauriges Mittelalter-Kapitel

Von unserem Redakteur
ROLAND MORGEN

... Das Traditionsbewusstsein der frommen Eurener spiegeln die Straßennamen wider. Und gäbe es nicht in Trier bereits eine Maarstraße, so würde sich eine solche Bezeichnung für Euren durchaus anbieten. Zwischen Teichweg und Diedenhofener Straße lag das Eurener Maar, ursprünglich eine römische Kiesgrube, die im Mittelalter als Fischteich diente und bis in die jüngere Vergangenheit die Gemüter bewegte. Der Landmann, der hier seine Felder hat, würde ein baldiges Verschwinden des Maares lebhaft begrüßen, weniger aber der Naturfreund, der hier eine Fundgrube für seltsame Dinge aus Tierwelt und Sumpfflora besitzt, berichtet die Zeitschrift Trierische Heimat 1934.

Alte Eurener erinnern sich lebhaft an das sagenumwobene Biotop. Im Sommer hörte man noch am Helenenbrunnen die Moor-Frösche quaken. Und im Krieg stürzte ein Junkers JU 88-Bomber in den Tümpel, den der Pilot wohl mit der Landebahn des nahe gelegenen Flugplatzes verwechselte. Nach 1945 wurde das Maar mit Schutt aus dem zerstörten Trier verfüllt.

Einordnung
Kategorie:
Archäologische Denkmale / Wirtschaft, Gewerbe und Verkehr / Rohstoffgewinnung und -verarbeitung
Zeit:
Circa 500 vor Chr. bis circa 500 nach Chr.
Epoche:
Kelten- / Römerzeit

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.614804
lat: 49.732577
Lagequalität der Koordinaten: Vermutlich
Flurname: Auf der Maarhöhe

Internet
http://www.intrinet.de/regionales/trier-stadt/stadtteile/1247,57808.html

Datenquellen
Roland Morgen in: Trierischer Volksfreund 7.2.2003


Stand
Letzte Bearbeitung: 07.10.2003
Interne ID: 6434
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=6434
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