Burg Schönecken

Schönecken, Gemeinde Schönecken
Beschreibung
Die wohl im 12. oder frühen 13. Jahrhundert durch die Grafen von Vianden erbaute, später mehrfach veränderte Burg war bis 1794 Sitz des kurtrierischen Amtmanns und wurde 1804 durch die französiche Regierung zum Abbruch verkauft. Schon die älteste fotographische Ansicht des Ortes aus der Zeit um 1875 zeigt annähernd den hangen Zustand. Mauerwerkssicherungen fanden 1906, 1970- 1975 und 1982-83 statt.

Die etwa trapezförmige Anlage nimmt ein rund 120 m langes und maximal 60 m breites Plateau am westlichen Ende eines nach einer Seiten steil zur Nims bzw. zum Altburger Bach abfallenden Bergsporns ein. Die Ringmauer, an der Ostseite hinter einem Halsgraben ehemals schildmauerartig verstärkt, ist durchweg nur noch als Stützmauer bis zum Niveau des Burghofes erhalten und abschnittsweise stark erneuert. Das gleiche gilt für die Reste runder Flankierungstürme an den Ecken und in einigen längeren Mauerabschnitten.

Das heutige Bild der Ruine beherrschen drei die westliche Hälfte der südlichen Ringmauer vorspringende Türme, die in ihrer überlieferten Form sicher von Anfang an zu einem großen Wohngebäude gehörten. Die beiden westlichen ragen noch mit drei Geschossen über das Hofniveau auf, der Östliche reicht nur wenig über die Krone der Ringmauer hinaus. Der mittlere Turm gehört mit seiner regelmäßig verzahnten Eckquaderung und den teilweise gekuppelten Rechteckfenstern in der stadtseitigen Front vielleicht erst dem 16. Jahrhundert an, während die beiden seitlichen Türme über halbkreisförmigem Grundriß älter sein dürften. Die Fensteranordnung und Mauerrücksprünge im Inneren der Türme lassen die Geschoßteilung des ehemaligen Wohnbaus erkennen; das Erdgeschoß des rechteckigen Turms zeigt Ansätze eines Gewölbes. Von der übrigen Innenbebauung sind nur flache Schutthügel erhalten. Ein im Jahr 1913 aufgenommener Bestandsplan der Ruine deutet eine Querteilung in zwei Hälften an, von denen die westliche als Haupt-, die östliche als Vorburg anzusprechen ist.

Zur Gesamtanlage gehören die weitgehend unbebauten Steilhänge im Süden, Westen und Norden sowie das unmittelbare Östliche Vorgelände mit dem Halsgraben, der Zufahrt und Resten einer gemauerten Grabenbrücke. Innerhalb der Gesamtanlage liegen die Gehöfte am oberen Ende des Burgstiegs, die zumindest teilweise schon im 18. Jahrhundert bestanden, heute aber weitgehend verändert sind. [1]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Wehrbauten und militärische Anlagen / Burgen
Zeit:
12. Jahrhundert
Epoche:
Gotik

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.462195
lat: 50.160205
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Im Stoßberg

Internet
http://www.schoenecken.com/

Datenquellen
[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Bitburg-Prüm, 9.3 Wernersche Verlagsgesellschaft ISBN 3-88462-170-X

Bildquellen
Bild 1: Peter Otten: Schönecken, 1981 http://www.eifel-und-kunst.de
Bild 2: © Margraff: Kirchen, Burgen, Bauernhäuser. Verlag der Akademischen Buchhandlung Interbook Trier, 1986
Bild 3: © Lothar Monshausen, Fotostream http://www.flickr.com/photos/lomo56/tags/meteorite/
Bild 4: © Lothar Monshausen, Fotostream http://www.flickr.com/photos/lomo56/tags/meteorite/
Bild 5: © Lothar Monshausen, Fotostream http://www.flickr.com/photos/lomo56/tags/meteorite/

Stand
Letzte Bearbeitung: 16.09.2010
Interne ID: 740
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=740
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