Reinhardsmühle im Dhrontal

Hunolstein Reinhardsmühle, Gemeinde Morbach
Beschreibung
Einen ersten Hinweis auf die Mathysmulen findet man im Toepfer. In einer Urkunde aus dem Jahre 1396 schließt Else von Baumburg einen Sühnevertrag ab. Im Wortlaut heißt es: Ebenso die Wiesen und Felder, die zur 'Mathysenmulen' gehörig sind, die sind allemal mein, und die Gärten darselbst. In einem weiteren Vertrag aus dem Jahre 1398 verkauft Nicolaus Vogt und Herr zu Hunolstein dem Erzbischof Werner von Trier die Hälfte seiner Herrschaft Hunolstein. Ein viertel an den Wiesen und an den Feldern die zur Mathysmulen gehörig sind. Am 23. September 1398 gelobt Nikolaus Vogt und Herr zu Hunolstein dem Erzbischof Werner von Trier den Burgfrieden zu halten und das Bis an Mathys Müle Im Toepfer UKB. Band I/25 als molendinum iuxtra Hunoltzstein, die Mühle nahe bei Hunolstein 1659 Die Mahlmühle, deren Erbbestand an den Müller Kling, genannt ein Maternus Kling. Maternus Kling hatte zwei Töchter, von denen eine mit Nikolaus Klein verheiratet war. Nach dem Tode des Ehemannes Nikolaus Klein, heiratete sie Nikolaus Stuber, aus dieser Ehe gingen drei Töchter hervor. Eine der Töchter heiratete Leonard Rösseler. 1709 Nikolaus Stuber († Anfang Juni 1709) Auszug: Also wollte ich Nikolaus Stuber meinen Tochtermann Leonhard Rösseler, die gemeldete Kurfürstliche Mühle übertragen. In einer Urkunde vom 13. Mai 1659 heißt es u.a..: Wir Carl Caspar von Gottes Gnaden[…]22. Mai 1775 […] Leonard Rösseler 1746 Leonard Rösseler Müller und Gerichtsschöffe 1773 Die Errichtung einer …hl- und Walkmühle zu Hunolstein durch den Bannmüller Röseler. 1778 Georg Magnus Nogt Niclaßen Rößeler Churfürstlicher Bann-Müller bis 1786 Niclaus Rösseler. Ab 18. Dezember 1786 Mathäus Rösseler, da an diesem Tage Kurfürst Clemens Wenzelaus dem Müller Mathäus Rösseler, seines Zeichens Bannmühler, die Bannmühle zu den gleichen Konditionen wie seinem Vater, das Objekt pfandweise überläßt. Anm. Ki. Buch ein 83-jähriger Greis, namens Jos. Petri von Hunolstein, der vor 40-50 p. Jahren auf der Altmühle, die in der Nähe der Neumühle gelegen ist, verheiratet war. 1788 Akt über die Erbauung und Erbbestandsbegehung einer zweiten Mühle an der Matheiser Brücke. Dieses ist das Erbauungsjahr der heutigen Reinharts-Mühle. Im Jahre 1867 wird in einer Kommentierung zu einer Urkunde die Mathys Müle als Thewes-Resel- oder Neumühle bezeichnet. Im Hunolsteiner Kirchenbuch findet die Mühle auch mehrmals Erwähnung. Ki. Buch S. 179 Betr. Mühlen: Hunolstein Weiperath Odert 5 Mühlen 11 Fam. 38 Kommunikanten 65 Vasallen Darüber hinaus befinden sich im Landeshauptarchiv Koblenz Akten der Mühlen zu Hunolstein. Darin werden unter anderem genannt: Graf Felix von Hunolstein kaufte im Jahre 1826 die Mühle, jetzt Reinhards-Mühle genannt, die zur Burg gehörte. Hof, Burg und Mühle wurden damals 1826 auf 78. 000 Mark veranschlagt. Von 1898 wurde die Mühle von Peter Reinhard, der aus Dhrönchen stammte, betrieben. Er erwarb die Mühle von Nachfahren der Vögte von Hunolstein. Die Mühle stellte ihren Betrieb 1956 ein und wurde 1980 von der Familie Reinhard verkauft.

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Technische Bauten und Industrieanlagen / Mühlen
Zeit:
1396
Epoche:
Gotik

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 7.056266
lat: 49.802551
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Louiswies

Internet
http://www.hunolstein.de/Seiten/muehlen.htm

Datenquellen
Homepage Dhronecken http://www.hunolstein.de/Seiten/muehlen.htm

Bildquellen
Bild 1: Homepage Dhronecken http://www.hunolstein.de/Seiten/muehlen.htm
Bild 2: © Norbert Kutscher, Waldweiler, 2008

Stand
Letzte Bearbeitung: 29.09.2008
Interne ID: 7770
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=7770
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