Zu den heiligen drei Jungfrauen (1)

Lauperath, Gemeinde Lauperath Kapellenweg 5
Beschreibung
Am nördlichen Ortseingang gelegener zweiachsiger Saalbau des frühen 18. Jahrhunderts mit niedrigem mittelalterlichem Chorturm. Das Äußere ganz schlicht mit werksteingefassten Rundbogenfenstern, rundbogigem Eingang mit Scheitel- und Kämpfersteinen und einem Okulus. Der Turm mit winzigem rechteckigem Schalloch und achtseitigem, stark eingezogenem und direkt oberhalb der Einziehung gestuftem Spitzhelm. [1]


800 v. Chr. begann die Kultur der Kelten. Keltische Vorfahren verehrten drei Matronen: Urd (Vergangenheit), Vernandi (Gegenwart) und Skuld (Zukunft) manchmal heißen sie auch anders, so auch Anbede, Borbede und Willbede.

4. Jahrhundert n. Chr. Die Römer übernahmen sie als Muttergottheiten. Möglicherweise wurden mit der Christianisierung die drei Matronen durch Patroninnen ersetzt. An die Stelle der drei Matronen wären dann unsere drei Jungfrauen Fides, Spes und Caritas getreten. Märtyrinnen-Töchter der hl. Sophia: Fides (Glaube), Spes (Hoffnung) und Caritas (Liebe), die wie man auch vermuten könnte. Ausformungen dieser christlichen Tugenden sein könnten.

1000 Rodung von Lupenroide

1100-1200 Rodung von Scheidgen

1136 Schenkung des Bischof und Abt Albero, Prüm, an das Marienstift


1450 vermutliche Erbauung der Kapelle

1570 erstmals urkundliche Erwähnung im kleinen Kodex Lobreith

1712 Dechant Gerhard Faber, Bruder von Johann Faber (Eidam in der Mayers Vogtei) baut die Kapelle neu auf.

1730 erscheint der heilige Bernhard als 2. Patron

1817 Kapelle wegen Baufälligkeit geschlossen

1827 unter großen Kosten wiederhergestellt

1861 musste wegen Baufälligkeit des Schiffes die heilige Messe ausbleiben

1863 Plan und Kostenanschlag für den Neubau des Schiffes durch Zimmermeister Folwill von Dasburg. Peter Hermes aus der Mayers Vogtei, in dessen Eigentum die Kapelle lag, trug fast alle Kosten und übernahm die Ausführung.

1914 fiel eine von den 2 Glocken dem 1. Weltkrieg zum Opfer. Die Geschwister Billen vom Berscheider Hof stifteten eine neue Glocke.

1987 vollkommene Innenrenovierung. Elektrisches Geläute und Tabernakeleinbau.

2002 Vergoldung des Turmhahnes [2]

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1712
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.339164
lat: 50.086209
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.lauperath.de/

Datenquellen
[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Bitburg-Prüm, 9.3 Wernersche Verlagsgesellschaft ISBN 3-88462-170-X
[2] Info-Tafel am Gebäude

Bildquellen
Bild 1: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
Bild 2: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
Bild 3: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
Bild 4: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
Bild 5: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
Bild 6: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.

Stand
Letzte Bearbeitung: 06.08.2011
Interne ID: 8118
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=8118
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