Ehemalige Hofstätte Klosterhof

Mehring, Gemeinde Mehring
Beschreibung
Aus dem Urbar der Abtei Prüm von 893 ist zu erschließen, dass in der 2039 Hektar umfassenden Gemarkung von Mehring an der Mosel vier alte Hofstätten lagen. Vom ehemaligen Schmidt'schen Hof und vom Zellerhof sind die zugehörigen fränkischen Gräberfelder bekannt. Das südliche Gehöft stand unterhalb der Pfarrkirche Sankt Medard, in deren Bereich auch sein Friedhof zu suchen ist. Das östliche Gehöft ist im Bereich des Hofgutes Kochenhaus zu vermuten. Von dem zugehörigen fränkischen Reihengräberfeld sind bisher noch keine Spuren entdeckt worden. Die Villa Marningum war ursprünglich Königsgut und wurde 762 von König Pippin der Abtei Prüm geschenkt. Diese vergab die vier genannten Gehöfte an Freie, welche ihr zu Abgaben, aber nicht zu Dienstleistungen verpflichtet waren. Außerdem waren in Mehring 18 weitere Freie ansässig, die von der Abtei teilweise umfangreiche Ländereien in Pacht hatten. Das Urbar von 893 erwähnt ferner 61 Unfreie mit ihren Familien, die wohl geringen eigenen Besitz haben konnten und der Abtei wöchentlich zu drei Tagen Fronarbeit, viermal im Jahr zu gemeinsamen Arbeitsleistungen und außerdem zu Abgaben verpflichtet waren. Insgesamt ist in der verhältnismäßig großen Siedlung Mehring mit einer Bevölkerung von 300 bis 400 Personen zu rechnen.

Einordnung
Kategorie:
Archäologische Denkmale / Siedlungswesen / Siedlungen
Zeit:
893
Epoche:
Frühmittelalter / Romanik

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.825825
lat: 49.795379
Lagequalität der Koordinaten: Vermutlich
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.mehring-mosel.de/

Datenquellen
Führer zu den vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern. Band 33. Südwestliche Eifel. Hrsg. Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz. Verlag Philipp von Zabern, Mainz. 1977. ISBN 3-8053-0302-5


Stand
Letzte Bearbeitung: 12.03.2004
Interne ID: 8214
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=8214
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