Sankt Donatus

Gemünden, Stadt Daun Lieserstraße
Beschreibung
Die kleine Kapelle wurde 1713 aus Bruchsteinen errichtet und ist rund 4 m breit und 9 m lang. Nur auf der Südseite befinden sich kleine Fenster. Auf dem Türsturz ist die Jahreszahl 1731 eingemeißelt, dem Jahr, in dem die Genehmigung erteilt wurde, dort Messen zu lesen. Das Dorf Gemünden war im Mittelalter geteilt. Sowohl Aremberg als auch Manderscheid machten Herrschaftsansprüche geltend. Ein Teil des Dorfes gehörte zur Pfarrei Steinborn und der andere Teil zur Pfarrei Weinfeld. Deshalb war es strittig, welcher Pastor die Messe lesen durfte. Man einigte sich darauf, dass abwechselnd die Pfarrer von Steinborn und Weinfeld dazu das Recht hatten.

Die kleine Kapelle ist dem heiligen Donatus geweiht, dessen Holzfigur aus dem 18. Jahrhundert rechts des Altares steht.

Gemünden ist aber besonders stolz auf links vom Altar sitzende Mutter Gottes mit dem Kind, eine "ländliche Arbeit im Stil des 14. Jahrhunderts, 1m hoch. Breites Gesicht mit spitzen Formen, Kopfkrause wie Anfang 15. Jahrhundert. Das eng anliegende Obergewand mit glattem Gürtel, der Mantel gut in der Verteilung der Falten, die am Boden flach anliegen." [Die Kunstdenkmäler des Kreises Daun].

Die Kapelle wird liebevoll von der Dorfbevölkerung unterhalten.

Einordnung
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Kapellen
Zeit:
1713
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage
Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon: 6.830775
lat: 50.179908
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet
http://www.daun-gemuenden.de/

Datenquellen
Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009 und Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2009.

Bildquellen
Bild 1: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009
Bild 2: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009
Bild 3: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009
Bild 4: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009

Stand
Letzte Bearbeitung: 16.01.2010
Interne ID: 830
ObjektURL: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=830
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